NEOS zu OECD Bildungs-Studie: Reformen bei Bildung rasch angehen

Strolz / Gamon: „OECD Bildungs-Studie führt schmerzhaft vor Augen, woran es in Österreich seit langem krankt“

Wien (OTS) - „Die heute präsentierte OECD-Studie macht erneut überdeutlich, welche Versäumnisse die SPÖVP-Regierung im Bildungsbereich hat aufkommen lassen. Wenn man sich die OECD-Berichte über die Jahre ansieht, muss man leider zu dem Schluss kommen:
Österreich verharrt in einer bildungspolitischen Schockstarre“, zeigt sich NEOS-Vorsitzender und Bildungssprecher Matthias Strolz verärgert. So sind etwa in den letzten zwei Jahrzehnten die Investitionen in das österreichische Schulsystem weit unter das OECD-Mittel gefallen. „Unser wichtigstes Potenzial - die Talente unserer Kinder - wird von dieser Regierung sträflich vernachlässigt. Auch das heurige Budgetloch von rund 550 Millionen Euro im Bildungsbereich ist nichts anderes als in Zahlen gegossener Zukunftsraub“, so Strolz.

Besonders schmerzlich ist für Strolz, dass Österreich in Fragen der Bildungsmobilität auch dieses Jahr wieder auf den letzten Plätzen rangiert. Er beharrt in diesem Zusammenhang erneut darauf, endlich die großen Projekte der Bildungsreform in Angriff zu nehmen: „So sehr ich die Richtung der bisher geplanten Maßnahmen begrüße, scheint sich das Bildungsministerium hier in Stückwerk zu verlieren. Als ersten und wichtigsten Schritt brauchen wir eine umfassende Reform der Schulverwaltung und ein Bekenntnis, dass Parteipolitik in der Bildung nichts verloren hat. Ohne dieses Fundament werden die bisher vorgeschlagenen Maßnahmen nur Flickwerk in an einem maroden und unbeweglichem Tanker namens Bildungssystems bleiben.“

NEOS-Wissenschaftssprecherin Claudia Gamon macht darauf aufmerksam, dass sich die Defizite auch im tertiären Sektor fortsetzen:
„Österreich hat nicht nur einen im Schnitt geringeren Anteil an Akademikerinnen und Akademikern, sondern weist auch eine sehr geringe soziale Durchlässigkeit auf. Das ist seit Jahren bekannt - und hat offensichtlich nichts mit Studiengebühren zu tun. Tatsächlich wäre ein Modell nachgelagerter Studiengebühren kombiniert mit einer bedarfsorientierten Studienplatzfinanzierung nicht nur sozial treffsicherer, sondern würde auch den Hochschulen in der Planung und Entwicklung helfen.“ In Kombination mit mehr privaten Mitteln für Wissenschaft und Forschung könne so der Standort Österreich deutlich aufgewertet und auch für kommende Generationen abgesichert werden. „Nun ist es an der Bundesregierung endlich im Sinne der Generationengerechtigkeit an die Zukunft Österreichs zu denken und die längst überfälligen Reformen anzupacken“, so Gamon abschließend.

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