NÖAAB-Kern: „Schluss mit Pflanzerei der Arbeitnehmer“

Übertriebene Regelungen in der Arbeitswelt dringend überarbeiten

St. Pölten (OTS) - „Unsere Regelungen in der Arbeitswelt sind zu alt, zu langsam und zu national – wir müssen endlich aufwachen und erkennen, dass wir mit den Regeln des letzten Jahrtausends in Zukunft nicht arbeiten können. Übertriebene Regelungen motivieren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nicht mehr. Sie können sogar Arbeitsplätze gefährden“, erklärt NÖAAB-Landesgeschäftsführerin Bundesrätin Sandra Kern im Rahmen eines Pressegesprächs.

„Viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer empfinden zahlreiche Arbeitsplatz-Regelungen als reine Pflanzerei“, so Kern weiter. Vor allem wenn es darum geht, individueller zu arbeiten, um am Wochenende länger zu Hause zu sein, oder sich über einen längeren Zeitraum Zeit anzusparen – zum Bsp. in Form des Zeitwertkontos - ist Österreich rückständig. Klar ist aber, „jede Form von Flexibilisierung darf nicht zur Einbahnstraße werden – jede mehr geleistete Stunde muss auch bezahlt werden“, so Kern.

Der NÖAAB setzt sich deswegen für eine Stärkung der betrieblichen Vereinbarungen im Arbeitszeitgesetz ein. In Betrieben bis 100 Mitarbeiter sollen Betriebsrat oder Betriebsvereinbarung gemeinsam mit dem Arbeitgeber, das für beide Seiten passende Arbeitszeitmodell wählen können. Dabei geht es unter anderem auch um die Möglichkeit einer 3,5 Tage Arbeitswoche. Wichtig ist aber, dass Arbeitnehmer und Arbeitgeber auf Augenhöhe zusammenarbeiten. „Für uns zählt das, was Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wollen. Mehr Flexibilität bedeutet auch mehr Zeit für Familie, Freizeit und Weiterbildung, was besonders jungen Arbeitnehmern wichtig ist. Als NÖAAB wollen wir Schluss machen mit der Pflanzerei der Arbeitnehmer – wir wollen die Menschen in Ruhe – mit mehr Eigenverantwortung - arbeiten lassen“, betont Kern.

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