Arbeitsplätze und Soziales Priorität für EU-Kommission

EU-Kommissionspräsident Juncker kündigt Verdoppelung der Investitionsinitiative für Wachstum und Beschäftigung an und sprach sich für soziale Gerechtigkeit aus

Wien (OTS) - Jean-Claude Juncker, Präsident der EU-Kommission nahm heute seine Rede zur Lage der Union vor dem Europäischen Parlament zum Anlass, um der erfolgreichen Investitionsoffensive zusätzliche Schubkraft zu verleihen. „Europa braucht massive Investitionen in seine jungen Menschen, in seine Arbeitsuchenden, in seine Start-up-Unternehmen. Wir schlagen heute vor, die Laufzeit des Europäischen Fonds für strategische Investitionen und seine Finanzierungskapazität zu verdoppeln“, sagte Juncker.

Im ersten Jahr des Bestehens hat die Investitionsoffensive 116 Mrd EUR mobilisiert und mehr als 200.000 kleine Unternehmen und Start-ups haben Darlehen zu günstigen Konditionen erhalten. Insgesamt wurden bislang europaweit 100.000 Arbeitsplätze geschaffen. 

Die Schaffung von Arbeitsplätzen, insbesondere für junge Menschen ist dem Präsidenten der EU-Kommission ein besonderes Anliegen, wenngleich er sich bewusst ist, dass die Möglichkeiten der EU-Kommission begrenzt, da es sich weitgehend um eine Kompetenz der Mitgliedsstaaten handelt. Juncker sagte jedoch , "die Europäische Union kann sie unterstützen. Das tun wir beispielsweise durch die EU-Jugendgarantie, die vor drei Jahren ins Leben gerufen wurde. Meine Kommission hat die Wirksamkeit der Jugendgarantie verbessert und für eine rasche Umsetzung gesorgt. Mehr als neun Millionen junger Menschen haben bereits von dem Programm profitiert. Das sind neun Millionen junge Menschen, die dank der EU einen Arbeitsplatz, ein Praktikum oder eine Ausbildungsstelle erhalten haben." Und er setzte hinzu, "Wir werden die europäische Jugendgarantie auch weiter verbreiten".

Der Schutz der Arbeitnehmer ist ein weiteres wichtiges Anliegen, das der Kommissionspräsident in seiner Rede ansprach. Juncker unterstrich die Notwenigkeit der Reform der Entsenderichtlinie und sagte, "Europäer sein heißt auch darauf vertrauen dürfen, dass einheitliche Rahmenbedingungen für alle gelten. Das bedeutet, dass Arbeitnehmer für gleiche Arbeit am gleichen Ort auch den gleichen Lohn erhalten sollten. Das ist eine Frage der sozialen Gerechtigkeit. Deshalb stehen wir als Kommission hinter unserem Vorschlag für die Entsenderichtlinie. Der Binnenmarkt ist kein Ort, an dem osteuropäische Arbeitnehmer ausgebeutet werden oder für sie geringere Sozialstandards gelten dürfen. Europa ist nicht der Wilde Westen, sondern eine soziale Marktwirtschaft." 

Weiterführende Informationen:

Broschüre über die Rede zur Lage der Union 2016

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