Bundes-Seniorentag VII – Leitantrag „Mit neuem Schwung in eine gute Zukunft“ beschlossen

Huber: „Österreich muss die steigende Zahl der Seniorinnen und Senioren als Chance begreifen“

Linz (OTS) - „Bei uns im Seniorenbund ist ein Leitantrag kein Papiertiger, sondern Leitfaden für unsere tägliche und nachdrückliche politische Arbeit. Die Berichte beim heutigen Bundes-Seniorentag haben ja schon gezeigt, wie viel wir vom letzten Leitantrag umsetzen konnten. Mit genau diesem Tempo werden wir auch die heutigen Beschlüsse fortsetzen“, erklärte LAbg. Ingrid Korosec, Bundesvorsitzende des Österreichischen Seniorenbundes zu den Beschlüssen der Delegierten des heute in Linz stattfindenden außerordentlichen Bundes-Seniorentages des Österreichischen Seniorenbundes.

Landesobmann LAbg. Werner Huber: „Österreich muss die steigende Zahl der Seniorinnen und Senioren als Chance begreifen!“

Der Vorsitzende der Antragsprüfungskommission, der Vorarlberger Seniorenbund-Landesobmann LAbg. Werner Huber, stellte vor der Abstimmung zum Leitantrag einige konkrete Punkte daraus vor:

„Die Zahl der Seniorinnen und Senioren wächst von Jahr zu Jahr. Österreich nimmt dabei in Europa eine besondere Stellung ein: Denn bei uns leben die Menschen nicht nur länger, sie sind im Vergleich der letzten Jahre dabei auch länger gesund.

In den vergangenen Jahrzehnten wurde in der Diskussion um die demografische Entwicklung gerne vor steigenden Kosten gewarnt – die damit verbundenen Chancen wurden aber nicht oder nur selten gesehen. Genau da setzen wir vom Seniorenbund an: „Dein Alter zählt nicht! Dein Einsatz zählt!“

Im Leitantrag finden sich daher viele konkrete Punkte zur Abschaffung der Altersdiskriminierung. In einer alternden Gesellschaft muss es uns egal sein, in welchem Alter jemand Leistung erbringen will. Statt dessen müssen wir alle Hürden für Leistung beseitigen – in jedem Alter.
Daher: Weg mit den Zuverdienstgrenzen, und den Ruhensbestimmungen! Und vor allem auch Abbau von Bürokratie!

Der Leitantrag umfasst außerdem viele Punkte zur Absicherung des Lebensalltages:

Die Steuern müssen weiter sinken. Die „Kalte Progression“ gilt es zu beseitigen.
Gebühren sollen nur steigen, wenn die Kosten für die jeweilige Leistung steigen. Nicht als „Körberl-Geld“.
Viele Seniorinnen und Senioren glauben heute nicht mehr, dass es ihren Kindern und vor allem ihren Enkelkindern später einmal besser gehen wird, als ihnen selbst.
Diese Hoffnung müssen wir zurück geben!
Mit Investitionspaketen in den ländlichen Raum, in dem so viele von uns Seniorinnen und Senioren leben. Das schafft nämlich Lebensqualität für alle die dort leben, aber auch Arbeit für die Jungen im Ort.
So gewinnen alle Generationen. So kann die Abwanderung aus dem ländlichen Bereich gestoppt werden.
Aber wir wollen auch sicher leben. Das umfasst neben stabilen Pensionen auch die Sicherheit für Leben und Eigentum. Und das umfasst die Sicherheit der Gesundheitsversorgung. Hier sind unsere Forderungen:
Einheitliche Leistungen in allen Krankenkassen – schließlich zahlt ja auch jeder gleich viel von seiner Pension ein!
Ausbau von e-Medikation und ELGA!
Massiver Ausbau vor Geriatrie-Angeboten, insbesondere in der Aus- und Weiterbildung auch der Hausärzte.
Sicherung der Arztpraxen und deren Hausapotheken. Neue Verträge für die Hausärzte.“

Der Leitantrag wurde von den 168 Delegierten einstimmig angenommen.

SERVICE: Den gesamten Leitantrag finden Sie in Kürze auf www.seniorenbund.at

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Österreichischer Seniorenbund
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stv. Generalsekretärin
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