WK Wien ad Stadt: Erster positiver Schritt. Aber da ist noch viel Luft nach oben

Wien (OTS) - Erfreut zeigt sich Wiens Wirtschaftskammer-Präsident Walter Ruck über die Abschaffung der Vergnügungssteuer. Damit wird eine weitere Forderung der WK Wien aus ihrem Programm „Für Wien“ umgesetzt. „Endlich setzt die Politik in Wien unsere langjährige Forderung um und schafft die überflüssige Vergnügungssteuer ersatzlos ab. Ein Erfolg der Interessenvertretung und eine Erleichterung für viele Wiener Gastronomen, Clubbetreiber und die Eventbranche“, sagt Walter Ruck in Reaktion auf die heutige Pressekonferenz der Stadt Wien. Gleichzeitig verweist er aber auf das aktuelle Forderungsprogramm der Gastronomen und Cafétiers, in dem Wiens Wirte weitere, für die Branche überlebenswichtige Erleichterungen einfordern.

Zustimmung seitens der Wiener Wirtschaftskammer gibt es auch für die Ankündigung, dass künftig das Motto „Beraten statt Bestrafen“ im Verwaltungsapparat der Stadt Wien Einzug halten soll. Die Stadt Wien schwenkt hier ebenfalls auf den von der Wirtschaftskammer geforderten Kurs ein. „Wir werden ab sofort genau hinsehen, ob der Vorsatz der Stadt Wien auch in die Umsetzung kommt oder nur ein Lippenbekenntnis bleibt“, sagt Ruck.

Nachdem sich die Wirtschaftskammer Wien für eine zeitgemäße Neuaufstellung der Gewerbeordnung ausspricht, ist es ein Signal, dass nun auch die Stadt sich Gedanken dazu macht. Allerdings ist der heute präsentierte Vorschlag noch nicht zu Ende gedacht. Klar ist, dass jene Berufe weiterhin gewerberechtlich reglementiert sein müssen, wo es um Gesundheit, Vermögen und Sicherheit geht. Dass die Lehrlingsausbildung gestärkt wird, wenn man die Gewerbe auf nur 15 bis 20 reglementierte reduziert, ist jedoch ein fataler Irrglaube. Das zeigt ein Blick auf das ehemals reglementierte und nunmehr freie Gewerbe der Berufsfotografen. Seit der Umstellung ist dort die Zahl der Jugendlichen, die eine Lehre machen, eingebrochen. Auch die zukünftige Frage der Kollektivverträge, die an die Branchenzugehörigkeit gebunden sind, ist im Vorschlag der Stadt nicht berücksichtigt.

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