Masterplan der PVA zeichnet zukunftsweisendes Bild der Rehabilitation in Österreich

Rehabilitation muss hochspezialisiert sein und Menschen in den Arbeitsmarkt zurückbringen

Wien (OTS) - Die Pensionsversicherungsanstalt stellte am 14. September 2016 im Rahmen eines Pressefrühstücks ihren Masterplan zur Rehabilitation vor. Unter dem Motto „Gemeinsam neue Wege in der Rehabilitation beschreiten“, wurden Ziele und Maßnahmen zur Verbesserung der Leistungen für betroffene Patientinnen und Patienten präsentiert.

Ansteigende Lebenserwartung, Bedarf nach neuen Formen der Rehabilitation und der Wunsch nach mehr gesunden Lebensjahren sind nur einige Faktoren, die die zunehmende Bedeutsamkeit von innovativen Prozessen in der Reha betonen. „Der Masterplan zur Rehabilitation der PVA ist die Antwort auf die steigende Bedeutung von Reha-Leistungen in der Bevölkerung“, betont Obmann Manfred Anderle. Die PVA erbringt aktuell mehr als 70% der stationären, so wie rund 89% aller ambulanten Rehabilitationen in Österreich. Im Jahr 2004 zahlte die PVA noch insgesamt 34.835 stationäre REHA-Aufenthalte ihrer Versicherten. 2015 war diese Zahl bereits auf 98.627 angestiegen. Ca. 30.000 Reha-Verfahren erfolgten in den Eigenen Einrichtungen der PVA, die übrigen – ebenso wie die Kurheilverfahren – in Vertragseinrichtungen.

Diese Erfahrungen und Kompetenzen sollen nun zu einer klaren Schwerpunkt-Setzung führen, um so die Entwicklung der Rehabilitation auch in Zukunft führend zu gestalten. Der Fokus liegt dabei auf zwei Punkten:

Erstens muss sich Rehabilitation weiter spezialisieren, um für sehr schwer betroffene Patientinnen und Patienten z.B. nach Herztransplantationen oder auch Kunstherzimplantationen bestmögliche Versorgung sicherzustellen.

Zweitens muss auch nach schweren Eingriffen der Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt ermöglicht werden – nach Evaluierung der individuellen Leistungsfähigkeit werden die Patientinnen und Patienten auf den Wiedereinstieg an ihren Arbeitsplatz hin rehabilitiert.
Auch völlig neue Wege werden beschritten: gemeinsam mit anderen SV-Trägern Rehabilitation für Suchtkranke, rehabilitative Schmerztherapien insbesondere für Reha-GeldbezieherInnen, Rehabilitation frühzeitig und rechtzeitig bei Psychischer Erkrankung.

Schon bisher konnte die Pensionsversicherungsanstalt mit Innovationen eine Vorreiter-stellung einnehmen. Beispielhaft dafür ist die Neuentwicklung einer REHA App, die Patientinnen und Patienten mit koronarer Herzerkrankung die langfristige Kontrolle ihrer Rehabilitationsziele ermöglichen wird.

Eigene Einrichtungen zur hochspezialisierten Rehabilitation

In den Jahren 2014 auf 2015 konnte bei der PVA ein Anstieg von 3,2% auf insgesamt 870,9 Millionen Euro in der Rehabilitation-Aufwendung beobachtet werden. Die PVA betreibt derzeit 17 eigene Sonderkrankenanstalten, in denen die Versicherten in sieben Krankheitsbildern betreut werden:

1. Orthopädie 2. Herz-Kreislauferkrankungen 3. Neurologische Erkrankungen 4. Stoffwechselerkrankungen 5. Atemwegserkrankungen 6. Onkologische Erkrankungen 7. Psychische Erkrankungen – Pilotierung in der SKA Felbring

Schwer betroffene Patientinnen und Patienten werden so bei der Wiedereingliederung in Alltags- und Berufsleben unterstützt. Das soll durch die Anwendung von überarbeiteten medizinischen Leistungsprofilen (Verbindung medizinische und berufliche Rehabilitation), wie auch durch die intensive Betreuung der PatientInnen gewährleistet werden. Dies gilt für Betroffene nach Herztransplantationen oder Amputationen, so wie auch für Patientinnen und Patienten nach Tumorerkrankungen, nach Operationen oder Verletzungen am Stütz- und Bewegungsapparat und solche mit psychischen Erkrankungen. Um die hochspezialisierte Rehabilitation zu ermöglichen, sind die eigenen Einrichtungen der PVA von besonderer Bedeutung. Generaldirektor-Stellvertreter Ing. Kurt Aust hebt weiters die Bedeutung von zusätzlichen Maßnahmen, wie der Evaluierung der funktionellen Leistungsfähigkeit, hervor, um notwendige Umschulungsmaßnahmen für eine berufliche Rehabilitation entwerfen zu können.

Von besonderer Wichtigkeit sei auch die bessere Vereinbarkeit von Reha-Maßnahmen mit der beruflichen Tätigkeit. Denkbar seien flexible Modelle, wie die Verknüpfung von stationärer und ambulanter Rehabilitation z.B. für COPD-Erkrankte, die nach einer stationären Kurz-Reha berufsbegleitend ambulant weiterbetreut werden können.

Kernpunkt Implementierung des Bio-Psycho-Sozialen-Modells

Um die Maßnahmen erfolgreich umsetzen zu können und die Erreichung der Ziele zu gewährleisten, soll als Basis das Bio-Psycho-Soziale-Modell implementiert werden. Hierbei stehen der betroffene Mensch und dessen individuelle Rehabilitationsziele im Fokus. „Es ist essentiell, dass die Reha-Prozesse an die einzelnen Personen gebunden sind, um Schritt für Schritt wieder in ein gesundes Leben zurückfinden zu können“, sagt PVA Chefarzt-Stellvertreterin Dr. Ursula Graninger.

Über die Pensionsversicherungsanstalt

Die Pensionsversicherungsanstalt ist Österreichs größter Sozialversicherungsträger und betreut rund 3,2 Millionen Versicherte, zahlt über 1,9 Millionen Pensionen aus und verwaltet ein Budget von 36,2 Milliarden Euro. Die Anzahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beläuft sich österreichweit derzeit auf rund 7.000.

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