VCÖ-Mobilitätspreis Wien für BOKU-Bikes und Wiener Radfahrschule

VCÖ: Wiens Kinder und Jugendliche umweltfreundlicher mobil als Erwachsene - Sonderpreis für Mariahilfer Straße Neu!

Wien (OTS) - Die 16- bis 24-Jährigen sind Wiens fleißigste Öffi-Fahrer und für die 6- bis 10-Jährigen sind neben den Öffis die eigenen Beine das am häufigsten genutzte "Verkehrsmittel", macht der VCÖ aufmerksam. Gering ist hingegen der Anteil des Radfahrens in der Mobilität von Kindern und Jugendlichen. Die zwei Siegerprojekte beim diesjährigen VCÖ-Mobilitätspreis Wien - die Wiener Radfahrschule und die BOKU-Bikes - wollen das ändern. Zudem erhielt die neugestaltete Mariahilferstraße einen Sonderpreis beim VCÖ-Mobilitätspreis Wien.

Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene sind umweltfreundlicher mobil als die Wiener Gesamtbevölkerung, macht der VCÖ aufmerksam. Die Auswertung der Mobilitätserhebungen der Jahre 2010 bis 2014 ergab, dass die 11- bis 15-Jährigen im Schnitt 84 Prozent ihrer Alltagswege zu Fuß, mit Öffis und dem Rad zurücklegen. Nur bei 16 Prozent der Strecken fahren sie im Auto mit. Noch geringer ist die Bedeutung des Autos für die 16- bis 24-jährigen Frauen: Nur 13 Prozent der Alltagsfahrten werden mit dem Auto gemacht, 87 Prozent der Wege legen sie umweltfreundlich mit Öffis, zu Fuß oder mit dem Rad zurück. Bei den 16- bis 24-jährigen Männern ist der Anteil der Autofahrten mit 17 Prozent nur geringfügig höher. Auch die jungen Männer nehmen für mehr als 80 Prozent ihrer Wege die Öffis, das Rad oder gehen zu Fuß, fasst der VCÖ zusammen.

Im Klimavertrag von Paris hat die Staatengemeinschaft den globalen Ausstieg aus der fossilen Energie bis zum Jahr 2050 beschlossen. Das Verkehrssystem muss bis dahin vom Erdöl völlig unabhängig sein. Für eine klimafreundliche Mobilitätswende arbeiten in Wien viele Unternehmen, die Bezirke, Vereine, Universitäten und Schulen. Zum diesjährigen VCÖ-Mobilitätspreis Wien, der vom VCÖ in Kooperation mit der Stadt Wien und den ÖBB durchgeführt wird, wurden 102 Projekte für eine klimafreundliche Mobilität eingereicht. Die drei von der Fachjury am besten bewerteten Projekte wurden heute ausgezeichnet.

"Der VCÖ-Mobilitätspreis zeichnet jedes Jahr Projekte aus, die umweltfreundliche Mobilität fördern und voranbringen. Die ausgezeichneten Initiativen sind Symbole dafür, dass der Wandel hin zu einer umweltfreundlichen Mobilität auf vielen Ebenen geschieht. Sie sind stellvertretend für hunderte weitere Initiativen ausgezeichnet worden, die in der Stadt für mehr Lebensqualität, mehr Radverkehr und mehr Barrierefreiheit arbeiten", so Vizebürgermeisterin und Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou.

Dr. Michael Meschik vom Institut für Verkehrswesen an der Universität für Bodenkultur nahm den VCÖ-Mobilitätspreis Wien für die BOKU-Bikes entgegen. Die BOKU Wien startete im Jahr 2014 ein umfassendes Mobilitätsmanagement für die 2.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie rund 13.000 Studierenden. Ein Kernstück des Mobilitätsmanagements sind die im Jahr 2016 neu eingeführten BOKU-Bikes. Die BOKU arbeitet dabei mit zwei sozioökonomischen Betrieben zusammen, die schwer vermittelbare Arbeitskräfte beschäftigen: Der Lieferant ist Bicycle Graz und das Erstservice führt Trendwerk am Wiener Hauptbahnhof durch. Heuer wurden bereits 250 BOKU-Bikes an Studierende sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der BOKU übergeben, im Jahr 2017 folgen weitere 250 Stück.

Die Organisation von Radfahrkursen für Schulklassen im Stadtverkehr stellt in Bezug auf die logistische Umsetzbarkeit und die Sicherheit der Kinder höchste Anforderungen. Der Verein "Schulterblick - Die Wiener Radfahrschule" bietet seit Mai 2015 für Schulklassen der 4., 5. und 6. Schulstufe Radfahrkurse im Verkehrsraum an. Mit Ende Herbst dieses Jahres werden bereits rund 1.000 Kinder die Radfahrkurse absolviert haben. Die Fahrräder werden zur Verfügung gestellt, nach dem Übungsplatz wird auf Radwegen in Kleinstgruppen von maximal fünf Kindern und mit zwei Begleitpersonen gefahren. Der VCÖ-Mobilitätspreis Wien wurde an Robert Fuchs, dem Leiter von "Schulterblick" verliehen.

Als drittes Projekt wurde vom VCÖ die Mariahilfer Straße NEU mit einem Sonderpreis beim VCÖ-Mobilitätspreis Wien ausgezeichnet. Von der Fachjury wurde es als "DAS Leuchtturmprojekt" und als "eines der sichtbarsten Projekte Wiens mit extrem hoher Strahlkraft, das zeigt, was möglich ist" bezeichnet. Die Auszeichnung nahmen Peter Lux (Stadtbaudirektion, Projektleiter der Umgestaltung der Mariahilfer Straße), Julia Seeburger (Planungsreferentin MA 28) und Franz Kobermaier (Abteilungsleiter MA 19) entgegen. Die Mariahilfer Straße neu fand nach Fertigstellung auch international Anerkennung. So ist die neue Mariahilfer Straße laut Fachportal "landarchs.com" eines der "10 Best Urban Projects" der Welt. Die Mariahilfer Straße ist Österreichs am stärksten frequentierte Begegnungszone. Eine im Herbst 2015 veröffentlichte Umfrage des Instituts SORA ergab, dass zwei Drittel der Besucherinnen und Besucher der Mariahilfer Straße mit dem Ergebnis der Umgestaltung zufrieden waren. 85 Prozent beurteilen das Gesamterscheinungsbild als sehr oder ziemlich gut.

Mehr Informationen zu den ausgezeichneten Projekten: www.vcoe.at

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