Neue Mini-OP bei Fuß-Beschwerden

Sportliche Menschen leiden oft unter „instabilen Sprunggelenken“. Nun gibt es neue Entwicklungen in der Behandlung dieser Instabilitäten.

Wien (OTS) - Wenn sich Mediziner Mitte September an der Medizinischen Universität Wien zu einer Expertentagung rund um das Thema Fußchirurgie treffen, werden in diesem Fachzirkel erstmals auch „Schlüsselloch-Eingriffe“ am Fuß auf der Agenda stehen.

Solcherart arthroskopische Behandlungen waren bislang in der Orthopädie hauptsächlich von anderen Gelenken - wie Knie und Schulter - bekannt.

„Tatsächlich ist die Arthroskopie des Sprunggelenkes in der Medizin derzeit stark im Kommen; die Methode hat sich in letzter Zeit richtiggehend etabliert“, sagt Privatdozent Reinhard Schuh, Fuß-Experte am Orthopädischen Spital Speising und Mitorganisator des Symposiums.

Gefährliche „Stop-and-Go-Sportarten“

Angewandt wird diese minimalinvasive Technik etwa bei Instabilitäten des Sprunggelenkes. „Davon sind typischerweise Menschen betroffen, die häufig Stop-and-Go-Sportarten ausüben; also Aktivitäten, bei denen es zu abrupten Bewegungsänderungen kommt. Fußball gehört etwa dazu“, konkretisiert Dr. Peter Bock, der Fuß-Spezialteamleiter in Speising.

Unter den Patienten sind jedoch auch viele ältere Menschen, bei denen es im Laufe der Zeit zu arthrotischen Veränderungen am Sprunggelenk gekommen ist.

Patienten bislang unterversorgt

„Bislang – also ohne Arthroskopie – konnte diesen Patienten nicht nachhaltig geholfen werden; viele Menschen mit Instabilitäten am Sprunggelenk blieben schlichtweg unterversorgt“, kritisiert Dozent Schuh.

Eine der wenigen Kliniken, in denen der Spezialeingriff „Arthroskopie am Sprunggelenk“ breit angewandt wird, ist das Orthopädische Spital Speising in Wien, das im Bereich der Forschung eng mit der Wiener Universitätsklinik für Orthopädie der MedUni Wien und dem dortigen Biomechanischen Labor kooperiert.

Der Eingriff in der Speisinger Tagesklinik dauert nur etwa 30 Minuten. Es genügen zwei bis drei kleine Stiche am Fuß, und mittels einer nur 2,7 Millimeter großen Kamera, die in das Gelenk eingeführt wird, kann das Operationsgebiet gut überblickt werden.

Der Weg zum Arzt…

Ein typisches Zeichen für Beeinträchtigungen am Sprunggelenk sind hauptsächlich Schmerzen und das seitliche Abknicken des Fußes beim Gehen. Für Betroffene führt der erste Weg jedenfalls zu einem niedergelassenen Orthopäden; dieser kann eine Überweisung in eine Spezialklinik vornehmen.

Rückfragen & Kontakt:

Orthopädisches Spital Speising GmbH
Pressestelle
Dr. Pierre Saffarnia
++43 1/ 80 182 - 1205
pr@oss.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | VGK0001