ECTRIMS 2016: Neue Daten zur Behandlung der Multiplen Sklerose

Merck stellt neue Daten zur Sicherheit und Langzeitwirksamkeit von Cladribin-Tabletten sowie Vorteile der Frühbehandlung mit Rebif® vor

Wien (OTS) - Zwei Vorträge und neun Poster mit neuen Daten zu Cladribin-Tabletten

  • Daten aus der Praxis zur Sicherheit, Verträglichkeit und Wirksamkeit von Rebif®
  • Ungedeckter medizinischer Bedarf von MS-Patienten sowie Praxisthemen im Fokus des Symposiums
  • Preisträger des „Grant for Multiple Sclerosis Innovation“ (GMSI) teilen sich Fördersumme von 1 Mio €

Merck, ein führendes Wissenschafts- und Technologieunternehmen, hat heute die Hauptsymposien und über 30 Präsentationen von klinischen Daten zu seinen zwei Präparaten Cladribin-Tabletten und Rebif® im Rahmen des 32. ECTRIMS-Kongresses (European Committee for Treatment and Research in Multiple Sclerosis) vom 14. bis 17. September in London angekündigt. Bei Cladibrin-Tabletten handelt es sich um einen oralen niedermolekularen Wirkstoff aus der klinischen Entwicklung für die Behandlung von schubförmig-remittierender Multipler Sklerose (RRMS), während Rebif® ein zugelassenes Interferon beta-1a des Unternehmens ist, das in hoher Dosis und hoher Frequenz verabreicht ebenfalls zur Behandlung von schubförmiger Multipler Sklerose (MS) eingesetzt wird.

„Merck setzt alles daran, die Gesundheitsversorgung der Patienten zu verbessern und Therapieoptionen zur Bewältigung des ungedeckten medizinischen Bedarfs von Menschen mit MS anbieten zu können. Unser Fokus liegt hierbei auf den Aspekten Wirksamkeit, Dosierungsschema, Ansprechdauer und Sicherheit“, sagte Luciano Rossetti, globaler Leiter der Forschung und Entwicklung im Biopharma-Geschäft von Merck. „Wir freuen uns darauf, auf dem diesjährigen ECTRIMS-Kongress mit der Fachwelt weitere Daten zu Rebif® und Cladribin-Tabletten austauschen zu können.“

Die zwei Vorträge widmen sich dem Vergleich der CLARITY-Studie und der Erweiterungsstudie CLARITY EXTENSION bezüglich der klinischen Ansprechdauer auf Cladribin-Tabletten sowie den Ergebnissen der SOLAR-Studie, in der die Wirkung von hochdosiertem Colecalciferol (Vitamin D3) als Zusatz zur Rebif®-Therapie bei Patienten mit RRMS untersucht wurde. Die Poster zeigen Therapieergebnisse anhand von klinischen Daten sowie MRT-Aufnahmen bei Patienten unter Behandlung mit Cladribin-Tabletten bzw. Rebif® sowie die Beurteilung der Rebif®-Therapie aus Patientensicht (sogenannte Patient-Reported Outcomes). Einige Präsentationen werden Ergebnisse aus der gesundheitsökonomischen Forschung zu vorrangigen Themen vorstellen, die für MS-Patienten Fragestellungen aufwerfen wie z. B. das Thema Schwangerschaft.

Neben den Präsentationen der Daten wird es ein von Merck gesponsertes Satellitensymposium mit dem Titel „Reimagining the MS Treatment Journey“ geben, und zwar am 14. September von 18:45-19:45 Uhr (Ortszeit) in Halle A des ExCeL-Messe- und Kongresszentrums. An der Podiumsdiskussion werden sich renommierte MS-Experten zu der Fragestellung beteiligen, ob die Versorgungslücken bei der Therapie von MS-Patienten bleiben werden und wie eine ideale MS-Therapie überhaupt aussehen könnte, bzw. aktuelle und potenzielle zukünftige Therapien beurteilen.

Am Donnerstag, den 15. September, wird Merck zum vierten Mal in Folge seinen Förderpreis „Grant for Multiple Sclerosis Innovations (GMSI)“ verleihen. Die Fördersumme von bis zu 1 Mio € wird auf ein oder mehrere Forschungsprojekte aufgeteilt, mit denen neue Erkenntnisse auf dem Gebiet der MS gewonnen werden sollen, die letztendlich den Erkrankten zugutekommen. Das Preisverleihungssymposium findet von 19:30 - 20:30 Uhr (Ortszeit) in der South Gallery 19 des ExCeL-Centers statt.

Weitere Informationen zu den vorgestellten Daten finden Sie auf der offiziellen Website der ECTRIMS. Erfahren Sie mehr über die Programme von Merck und sein Engagement für bessere Therapieoptionen für MS-Patienten und besuchen Sie unseren Stand auf dem diesjährigen Kongress.

Cladribin-Tabletten

Bei dem Präparat Cladribin-Tabletten handelt es sich um ein orales niedermolekulares Prodrug, das selektiv und periodisch auf Lymphozyten abzielt, die maßgeblich am Krankheitsgeschehen von MS beteiligt sein sollen. Cladribin-Tabletten befinden sich derzeit in der klinischen Prüfung und sind in den USA, in Kanada und Europa noch nicht zur Behandlung zugelassen.

Rebif®

Rebif® (Interferon beta-1a) ist ein krankheitsmodifizierendes Medikament zur Behandlung der schubförmigen Multiplen Sklerose (MS). Es ähnelt dem körpereigenen Interferon-beta-Protein. Die Wirksamkeit von Rebif® bei chronisch progredienter MS ist nicht nachgewiesen. Man nimmt an, dass Beta-Interferon an der Verringerung von Entzündungen beteiligt ist. Der genaue Mechanismus ist unbekannt.

Rebif® wurde 1998 in Europa und 2002 in den USA zugelassen und ist in mehr als 90 Ländern weltweit registriert. Rebif® reduziert nachweislich Krankheitsprogression, Schubrate sowie Ausdehnung und Aktivität der mittels Kernspintomographie sichtbaren Läsionen.*

Rebif® kann mit dem elektronischen Autoinjektor RebiSmart® verabreicht werden (nicht zugelassen in den USA) oder dem Einweg-Pen RebiDose® für den einmaligen Gebrauch. Für die manuelle Injektion steht der Pen RebiSlide™ mit Mehrfachdosen zur Verfügung. Darüber hinaus gibt es die Injektionshilfe Rebiject II® zur Selbstverabreichung sowie gebrauchsfertige vorgefüllte Spritzen für die manuelle Injektion. Diese Injektionshilfen sind nicht in allen Ländern zugelassen.

Im Januar 2012 genehmigte die Europäische Kommission die Indikationserweiterung von Rebif® zur Anwendung bei Multipler Sklerose im Frühstadium. Diese Indikationserweiterung für Rebif® wurde in den USA nicht beantragt.

Bei Patienten mit vorangegangenen Depressionen, Lebererkrankungen, Funktionsstörungen der Schilddrüse und Krampfanfällen sollte Rebif® mit Vorsicht angewendet werden. Zu den häufigsten Nebenwirkungen gehören grippeähnliche Symptome, Reaktionen an der Einstichstelle, Erhöhung der Leberenzymwerte und Anomalien des Blutbilds. Patienten, vor allem Personen mit Depressionen, Krampfanfällen oder Leberfunktionsstörungen, sollten mit ihrem Arzt besprechen, ob Rebif® das geeignete Medikament für sie ist.
*Die genaue Korrelation zwischen den MRT-Befunden und dem aktuellen bzw. zukünftigen klinischen Zustand von Patienten, einschließlich der Behinderungsprogression, ist nicht näher bekannt.

Rebif® (Interferon beta-1a) ist in den USA zur Behandlung von schubförmiger MS zugelassen. RebiSmart® ist eine elektronische Applikationshilfe zur Selbstinjektion von Rebif® und ebenfalls noch nicht in den USA zugelassen. Cladribin-Tabletten befinden sich derzeit in der klinischen Prüfung und sind in den USA in keiner Indikation zugelassen.

Multiple Sklerose

Multiple Sklerose (MS) ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems und die häufigste, nicht-traumatische, zu Beeinträchtigungen führende neurologische Erkrankung bei jungen Erwachsenen. Schätzungen zufolge sind weltweit circa 2,3 Millionen Menschen an MS erkrankt. Die Symptome können unterschiedlich sein, wobei vor allem Sehstörungen, Taubheit oder Kribbeln in den Gliedmaßen sowie Kraftlosigkeit und Koordinationsprobleme auftreten. Am weitesten verbreitet ist die schubförmig verlaufende MS

Rückfragen & Kontakt:

MERCK GesmbH
Dr. Bärbel Klepp
+43 1 57600 437
baerbel.klepp@merckgroup.com

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | MCK0001