KAV zu Protesttag: Ärztevertreter für kommenden Mittwoch zu Gesprächen eingeladen

Trotz langer Wartezeiten funktioniert PatientInnen-Versorgung

Wien (OTS) - Der heutige Protesttag der Wiener Ärztekammer hatte, wie zu erwarten war, Auswirkungen auf das Geschehen in den Spitälern. An manchen Ambulanzen mussten die PatientInnen lange Wartezeiten in Kauf nehmen, für manche PatientInnen mussten Termine verschoben werden. Genaue Bilanz darüber wird der Wiener Krankenanstaltenverbund (KAV) in den kommenden Tagen ziehen können.

„Ungeachtet dessen, ist unser Gesprächsangebot an die gewählten VertreterInnen der ÄrztInnen weiterhin aufrecht. Eine neuerliche Einladung für kommenden Mittwoch, den 14. 9., wurde heute ausgesprochen“, sagte KAV-Generaldirektor Udo Janßen. Er erinnerte daran, dass der KAV Ende vergangener Woche noch das Gespräch mit den VertreterInnen der ÄrztInnen gesucht hatte, um gemeinsame Lösungen zu finden und um die heute entstandene Unannehmlichkeiten für die PatientInnen doch noch abzuwenden.

"Leider wurde unser Gesprächsangebot nicht angenommen. Dabei haben wir großes Interesse an einer gemeinsamen Lösung. Vor allem wollten wir aufgetretene Missverständnisse ausräumen, zum Beispiel das angebliche Überstundenverbot oder die angebliche Einführung von Schichtdiensten - beides ist nicht richtig. Wir kennen die Sorgen und Bedenken aus zahlreichen Gesprächen in den Spitälern und an den Abteilungen, wir hätten das gerne auch mit den Eingeladenen diskutiert“, so Janßen.

"So weit ersichtlich, ist kein Patient zu Schaden gekommen und der Protesttag ist für die PatientInnen glimpflich verlaufen", sagte Janßen. Der KAV hatte bereits am 2. September an alle Ärztlichen DirektorInnen und AbteilungsvorständInnen Anweisungen geschickt, wie mit Abwesenheiten am heutigen Protesttag umzugehen sei, die Versorgung der PatientInnen konnte sichergestellt werden. "Ich bedanke mich ausdrücklich bei den MitarbeiterInnen aus der Pflege, Medizin, Verwaltung, Technik und den Medizinisch-technischen Diensten, die dazu beigetragen haben, den heutigen Vormittag zu bewältigen und die auch mit dem Unmut wartender PatientInnen in ruhiger, gewohnt professioneller Weise umgegangen sind."

Für die Schärfe der Proteste, die letztendlich die PatientInnen zu spüren bekam, hat der KAV nach wie vor kein Verständnis. Janßen: "Wir halten uns an die Vereinbarung und setzen sie Schritt für Schritt um. Wir haben das in intensivem Dialog mit den betroffenen Abteilungen getan. Weder für PatientInnen, noch für ÄrztInnen hat die Verlagerung nachteilige Auswirkungen, im Gegenteil. Es ist auch keineswegs geplant, wie die Ärztekammer sagt, Schichtdienste einzuführen. Das neue Modell ist äußerst flexibel, es sind Dienste in einer Bandbreite von 5 bis 25 Stunden möglich. Auch vom behaupteten Überstundenverbot kann keine Rede sein. Da wo sie nötig sind und angeordnet werden, wird es selbstverständlich auch in Zukunft Mehrdienstleistungen geben, und sie werden selbstverständlich immer abgegolten." All diese Punkte führe die Ärztekammer als Gründe für die derzeitigen Proteste an. Janßen: "Entweder wissen sie es nicht besser, oder es geht um Politik und nicht um die PatientInnen."

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