Bundesjugendvertretung: Bildungsreform muss in Bewegung bleiben!

Gemeinsame Schule und PädagogInnen-Weiterbildung zentral!

Wien (OTS) - Anlässlich des österreichweiten Schulbeginns erinnert die Bundesjugendvertretung (BJV) daran, dass es in Sachen Schulsystem für die Politik noch eine Menge Arbeit gibt.

Johanna Tradinik, Vorsitzende der BJV, bringt die Forderungen auf den Punkt: „An erster Stelle steht für uns nach wie vor eine flächendeckende gemeinsame Schule aller 10- bis 15-Jährigen. Diese Debatte muss endlich ohne ideologische Vorbehalte geführt werden und zwar zu Gunsten der Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen. Die Vererbung von Bildung ist traurige Realität in Österreich. Die gemeinsame Schule ist ein wirksames Mittel, Bildung fairer und gerechter zu machen. Dazu gehört auch, verstärkt auf Prävention von Bildungsabbrüchen zu schauen. Wir dürfen nicht zulassen, dass Jugendliche unbemerkt frühzeitig aus dem Bildungssystem ausscheiden. Vor allem im Hinblick auf das neue Ausbildungspflichtgesetz besteht da viel Arbeit! Berufs- und Ausbildungsorientierung bekommt einen ganz neuen Stellenwert. Sie muss fixer Bestandteil des Schulsystems sein und jungen Menschen alle Möglichkeiten, auch nicht traditionelle, aufzeigen, die sie für die Gestaltung ihres (Aus-)Bildungsweges haben.“

Auch zum Thema Pädagogik hat Tradinik wichtige Vorschläge: „Ein besseres Schulumfeld für Kinder heißt auch, dass sie von PädagogInnen umgeben sind, die bessere Arbeitsbedingungen haben. Die Politik steht in der Verantwortung das umzusetzen. Und auch zu garantieren, dass LehrerInnen permanent weitergebildet werden. Es ist wichtig, dass PädagogInnen immer auf dem neuesten Stand von Entwicklungen sind und jungen Menschen helfen, sich in dieser komplexen Welt zu orientieren. Dazu gehört für uns auch permanente Weiterbildung im Bereich Medienkompetenz und Medienbildung. Genauso muss aber daran gearbeitet werden, endlich von der Orientierung an Defiziten hin zu einer positiven, Potenziale fördernden Sichtweise zu gelangen. Denn jedes Kind hat Talent und Potenzial, sie müssen nur entdeckt werden.“

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