Neues Volksblatt: "Subsidiär" von Herbert SCHICHO

Ausgabe vom 12. September 2016

Linz (OTS) - In den vergangenen Wochen wurde in manchen Medien über die künftige Ressortverteilung nach einem Rückzug von LH Pühringer spekuliert, daraus ein veritabler Streit in der OÖVP konstruiert und fehlende Durchsetzungskraft konstatiert. Nun ist die Katze aus dem Sack und wie es sich herausstellt, wird einfach nicht so heiß gegessen, wie in der Gerüchteküche gekocht wird. Der Sommerloch-Konflikt zwischen dem wahrscheinlichen LH-Nachfolger Thomas Stelzer und Wirtschaftslandesrat Michael Strugl ist beigelegt. Einen Oscar für die beste Regie erwarten sich weder Pühringer, noch Strugl oder Stelzer. Aber zumindest ein Happy End gibt es: Die vermeintlichen Kontrahenten sehen sich nun sogar als künftiges Turbo-Duo, das den Doppelpass perfektionieren möchte, um Tore zu schießen. Und die Transfer-Gerüchte rund um Michael Strugl sind beendet.
Und so paradox es klingt, manchmal kann ein fehlendes Machtwort ein Zeichen der Stärke sein. Vielleicht hätte man die strategische Entscheidung, ob es ein Superressort für die Wirtschaft geben soll, auch von außen verordnen können. Die dahinterstehende Frage wäre aber dann vermutlich zu einem späteren Zeitpunkt erneut aufgetaucht. Nun ist die Frage quasi „subsidiär“ gelöst worden. Die beiden künftigen Spielmacher haben die Strategie gemeinsam festgelegt. Und das ist gut so, denn sie müssen auch die Taktik gemeinsam durchziehen.

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