Blecha: Ärztekammer bereit zu Gesprächen, aber nicht bereit, Terminkalender zu ändern

Versorgung vor allem älterer Patienten wird durch starren Terminkalender verhindert

Wien (OTS/SK) - "Die Sozialpartnerschaft hat in Österreich immer über einen sorgfältigen Umgang mit dem Streikrecht verfügt, Jahrzehnte lang wurde dies von den Sozialpartnern sehr vorsichtig behandelt. Ich bin fassungslos, dass eine Kammer mutwillig die Versorgung und Gesundheit von Patienten aufs Spiel setzt, weil ein internes Gremium nicht vor Dienstag tagen kann", zeigt sich Karl Blecha, Präsident des Pensionistenverbandes angesichts der Blockadehaltung der Wiener Ärztekammer schockiert. Demnach, zitiert Blecha ein Schreiben der Ärztekammer, wäre die Ärztekammer jetzt doch zu Gesprächen bereit, könne aber die notwendigen Schritte dafür erst am Dienstag nach dem Streik einleiten. Blecha betonte, dass ihm kein vergleichbarer Fall bekannt sei. "Wo ein Wille ist, da ist ein Weg - ein Gremium, das über so eine sensible Sache verhandelt, kann auch am Wochenende tagen, ich habe das selbst oft erlebt", so Blecha.

"Gerade die Pensionisten sind völlig verunsichert und haben keinerlei Verständnis dafür, wenn ein Streik deshalb stattfinden muss, weil es einem Gremium nicht möglich war, zuvor zusammen zu kommen. Das wäre einmalig in der Geschichte der 2. Republik. Ich appelliere an die Vertreter der Ärztekammer, endlich von ihrem hohen Ross herunter zu kommen, Verantwortung zu übernehmen und die Gesprächsverweigerung zu beenden. Die Hand ist ausgestreckt, im Sinne der Patientinnen und Patienten muss diese auch angenommen werden", fordert Blecha abschließend. (Schluss) lp

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