STGKK-Veranstaltung "Wege zum aktiven Altern"

Graz (OTS) - „Wege zum aktiven Altern“ lautete der Titel einer Informationsveranstaltung, die am Freitag, 9. September, von der Steiermärkischen Gebietskrankenkasse gemeinsam mit der Medizinischen Universität in Graz veranstaltet wurde. Das Thema ist aktueller denn je: Laut Prognose der Statistik Austria erreicht Österreich im Jahr 2030 die Neun-Millionen-Einwohner-Marke, rund ein Viertel der Bevölkerung wird dann älter als 65 Jahre sein.

STGKK-Obfrau Verena Nussbaum: „So erfreulich diese Entwicklung auch ist, so hat sie doch ihre Schattenseiten: Leider werden noch immer zu viele Menschen in unserem Land nicht bei guter Gesundheit älter. Die Zahl der gesunden Lebensjahre hält bei weitem nicht mit dem Gewinn an Lebenszeit Schritt. Das schafft naturgemäß eine Vielzahl an Herausforderungen, auf die unsere Gesellschaft bislang noch keine wirklich zufriedenstellende Antwort gefunden hat."

Ein Patentrezept gegen das Altern konnte auch Univ.-Doz. Dr. Uwe Langsenlehner, Ärztlicher Leiter des Ambulatoriums für Interne Erkrankungen der Steiermärkischen Gebietskrankenkasse, nicht anbieten: „Dieses Patentrezept gibt es nicht. Der Prozess des Alterns an sich ist leider irreversibel.“ Sein Rat: „Unser Ziel muss es sein, den Jahren Leben zu geben und nicht dem Leben Jahre.“ Ein möglichst aktiver Lebensstil und das Pflegen von Kontakten auch im Alter ist für den Experten besonders wichtig. Langsenlehner: „Ganz nach dem alten Motto: Wer rastet, der rostet. Natürlich spielen aber auch die bekannten Faktoren wie Ernährung, Bewegung und Rauchen eine ganz entscheidende Rolle, wie gesund wir alt werden.“

Auch Univ.-Prof. Dr. Regina Roller-Wirnsberger von der Medizinischen Universität Graz appellierte an die Eigenverantwortung der Menschen:
„Zu 70 Prozent liegt es am Lebensstil jedes einzelnen, wie gesund wir im Alter sein werden. Nur für rund 30 Prozent sind die Vererbung und andere Faktoren, die wir nicht beeinflussen können, verantwortlich.“ Eines steht für die weit über die Grenzen Österreichs hinaus bekannte Professorin für Geriatrie und Gerontologie aber außer Frage: „Unsere Gesellschaft muss künftig verstärkt darauf Rücksicht nehmen, dass es immer mehr alte Menschen geben wird. Das heißt: Städte müssen seniorenfreundlicher werden, das Gesundheitssystem muss stärker an die Bedürfnisse älterer Menschen angepasst werden. Und wir brauchen dringend Pflegestrukturen, damit die Spitäler entlastet werden.“

Bereits jetzt liegt die durchschnittliche Lebenserwartung in Österreich bei mehr als 80 Jahren und sie steigt weiter an. 70 Prozent der über 65-jährigen Österreicherinnen und Österreicher nennen gesundheitliche Probleme als Ursache für Einschränkungen bei alltäglichen Tätigkeiten.

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