„Thema“ am 13. September: Unwetterkatastrophe – Die Muren von Afritz

Außerdem: Tödlicher Motorboot-Unfall – Eine Familie kämpft um ihr Recht

Wien (OTS) - Christoph Feurstein präsentiert in „Thema“ am Dienstag, dem 13. September 2016, um 21.05 Uhr in ORF 2 folgende Beiträge:

Unwetterkatastrophe: Die Muren von Afritz

„Wir haben ein richtig böses Grollen gehört“, erzählt Wilfried Steger. Kurz darauf kam die Mure. Die Balkontür ist auch heute noch mit Schlamm und Geröll verlegt, ein Baumstamm ragt ins Zimmer. Die Menschen in Afritz im Kärntner Gegendtal mussten nach heftigen Unwettern mitansehen, wie innerhalb einer Woche zwei Muren ihre Häuser verwüstet haben. Die erste brachte Schlamm und Sand. Als die Aufräumarbeiten fast fertig waren, kam die zweite Mure. Sie brachte Felsen, Bäume und Geröll. Viele Bewohner konnten erst nach fünf Tagen wieder in ihre Häuser zurück. „Nächstes Jahr hätte der Bach mit Schutzmaßnahmen versehen werden sollen. Wir sind zu spät gekommen“, sagt der Leiter der Wildbachverbauung Kärnten, Josef Brunner. Er blickt vom Waldrand ins Tal und hat Tränen in den Augen. 52 schwere Maschinen, Feuerwehr, Bundesheer, Nachbarn und viele freiwillige Helfer sind Tag für Tag im Einsatz, um Tonnen an Steinen und Schlamm aus dem Ort zu schaffen. Die Solidarität ist groß, berichtet Markus Stachl.

Tödlicher Motorboot-Unfall – Eine Familie kämpft um ihr Recht

„Es ging so schnell. Dann war das Wasser rot gefärbt und ich spürte unglaubliche Schmerzen“, erinnert sich der 22-jährige Nico Winkler. Am 6. August 2008 werden er und sein Bruder in Kroatien von einem Motorboot erfasst. Nico verliert ein Bein. Der 16-jährige Tobias wird getötet. Der Motorbootfahrer wird schuldig gesprochen und muss ins Gefängnis. Nico Winkler kämpft um seine Gesundheit und um seine Zukunft: „Die Phantomschmerzen waren enorm, ich habe bis zu 15 Tabletten am Tag genommen und nichts mehr auf die Reihe gebracht.“ Die Familie muss den Verlust von Tobias verkraften. „Ich hatte die Kraft für die Arbeit nicht mehr. Meine vier Kinder haben mich gebraucht“, sagt Christian Winkler. Seine Frau Susanne war Hospiz-Krankenschwester: „Das Sterben in der Familie und im Beruf, das war zu viel.“ Bis heute prozessiert die Familie mit der kroatischen Versicherung um Entschädigung, berichtet Christian Zechner.

Lorenz Gallmetzer – „Süchtig“

Als langjähriger ORF-Korrespondent in Paris ist er dem Fernsehpublikum in Erinnerung. Lorenz Gallmetzer ist heute 64 und veröffentlicht am Montag sein Buch „Süchtig“. Darin beschreibt er nicht nur zwölf Lebensgeschichten von Menschen, die mit einer Sucht zu kämpfen haben, sondern auch sein persönliches Schicksal. Lorenz Gallmetzer ist alkoholkrank. „Als ich gesehen habe, dass der Alkohol den Großteil meiner Energie beansprucht und ich mir immer überlegen musste, wie ich es mache, damit ich sozial gut funktioniere und die ausreichende Dosis in mir habe, bin ich in Therapie gegangen“, sagt der gebürtige Südtiroler. Eva Kordesch hat ihn getroffen.

Ferien nach der Chemo

„Die Kinder kommen ohne Farbe im Gesicht, müde von der Chemotherapie und nach drei Wochen fahren sie heim, haben rote Wangerln und fühlen sich halt wirklich besser“, freut sich Franz Brachinger. 1996 hat der damalige Vizebürgermeister von Ybbs an der Donau zum ersten Mal Kinder aus Tschernobyl zu einem Erholungsurlaub eingeladen, seither kommen sie jedes Jahr. Seit der Reaktorkatastrophe 1986 ist die Leukämierate in der Region Tschernobyl ständig gestiegen. Nach einem „Thema“-Bericht über die krebskranken Kinder von Tschernobyl haben die Seherinnen und Seher 55.000 Euro gespendet. Christoph Seibel und Christoph Bendas berichten.

Die Sendung ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage als Video-on-Demand abrufbar und wird auch als Live-Stream auf der ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) angeboten.

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