FPÖ-Kappel: Eurostat-Zahlen belegen: Österreichs Wirtschaft schwächelt weiterhin

„Niedrig-Wachstum und steigendes Handelsbilanz-Defizit gefährden Standort“

Wien (OTS) - Wie die aktuellen Zahlen des europäischen Statistikamtes Eurostat belegen, schwächelt Österreichs Wirtschaftswachstum weiterhin. Während im Euroraum das BIP im Vergleich zum Vorquartal um 0,3 Prozent und in der EU um 0,4 Prozent wuchs, waren es in Österreich nur 0,1 Prozent an Zuwachs. Damit rangiert Österreich an viertletzter Stelle, hinter Griechenland und vor Finnland. „Trotz positiver Prognosen sind die aktuellen Zahlen von Eurostat ernüchternd. Wenn man die immensen Anstrengungen der Europäischen Zentralbank (EZB) in Betracht zieht, die Konjunktur in Europa zu stimulieren, fällt das verzeichnete Wachstum unproportional klein aus“, so die freiheitliche EU-Abgeordnete Dr. Barbara Kappel.

„Die Liquiditätsspritzen seitens der EZB kommen nicht bei den Privatunternehmen an, wie niedrige Investitionsausgaben und Refinanzierungsprobleme verdeutlichen. Zwar stiegen Österreichs Exporte im ersten Halbjahr leicht an, ebenso aber auch die Importe. Gerade die für die heimische Wirtschaft wichtigen Exporte nach Russland brachen aufgrund der Sanktionen um 14 Prozent ein. Der Außenhandel mit Staaten außerhalb der Europäischen Union entwickelte sich im ersten Halbjahr gar rückläufig, weshalb der stotternde Konjunkturmotor nicht von ungefähr kommt“, so Kappel weiter. „Zudem erhöhte sich das Defizit der österreichischen Handelsbilanz im ersten Halbjahr auf insgesamt 1,07 Milliarden Euro, nach 0,83 Milliarden Euro im Vorjahreshalbjahr. Aber auch bei den Klein- und Mittlebetrieben herrscht dringender Handlungsbedarf. Etwa 14 Prozent der österreichischen kleinen und mittleren Unternehmen, das sind knapp 29.700 Unternehmen, haben Reorganisationsbedarf, so die KMU Forschung Austria. Vielen droht die Insolvenz, wenn nicht bald Maßnahmen seitens der Regierung gesetzt werden“, so Kappel.

„Unternehmen mit Reorganisationsbedarf ist anzuraten, kurzfristig Maßnahmen zur Verbesserung der Innenfinanzierungskraft bzw. der Finanzierungsstruktur einzuleiten. Des Weiteren sollten betroffene Unternehmen eine sogenannte Fortbestehensprognose erstellen oder von Steuerberatern und Wirtschaftsprüfern erstellen lassen. Fällt diese Prognose nicht positiv aus, ist umgehend ein Insolvenzantrag einzubringen. Um das Wirtschaftswachstum dauerhaft anzuheben, ist zudem eine Reduktion von Steuern und Lohnnebenkosten sinnvoll, kombiniert mit Erleichterungen bei der Betriebsübergabe sowie Entlastungen bei den bürokratisch-administrativen Belastungen der Unternehmen“, so die Forderungen Kappels. „Dafür müsste die Regierung jedoch endlich einen vernünftigen Aktionsplan für mehr Investitionen und einen Belastungsstopp für Betriebe vorlegen“, meint Kappel abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

Freiheitlicher Parlamentsklub
01/ 40 110 - 7012
presse-parlamentsklub@fpoe.at
http://www.fpoe-parlamentsklub.at
http://www.fpoe.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FPK0009