Reimon: EU-Kommission rudert mit Roaming-Vorschlag zurück

Neue Chance, Roaming endgültig abzuschaffen

Brüssel (OTS) - Auf großen öffentlichen Druck hin musste die EU-Kommission ihren Vorschlag zu einem 90-Tage-Limit für Roaming-Gebühren zurückziehen.
Das halbgare Konzept hatte sofort lautstarken Protest ausgelöst, die Kommission wird nun einen neuen Vorschlag ausarbeiten.

Die Kommission hat im Sommer 2015 einen schlechten Abtausch beschlossen: Für ein Ende der Roaming-Gebühren wurden den Telekom-Konzernen neue Einnahmen durch die Abschaffung der Netzneutralität gewährt. Wenn Roaming nun trotzdem weiter am Leben erhalten würde, wäre dieser ohnehin schlechte Deal eine Lose-Lose-Situation für europäische BürgerInnen.

Michel Reimon, EU-Abgeordneter der Grünen und Schattenberichterstatter zu Netzneutralität und Roaming, sagt: „Der öffentliche Protest hat gewirkt: Die Kommission verspricht, die eingebaute Hintertür nun doch wieder zu schließen. Das eröffnet eine neue Chance, Roaming in Europa endgültig abzuschaffen. Allerdings verspricht die Kommission jedes Jahr das Ende der Roaming-Gebühren und jedes Jahr aufs Neue stellt sich dieses Versprechen als falsch heraus. Solange es Roaming gibt,
werden die Menschen sich nicht daheim fühlen, wenn sie in
Europa reisen. Die Kommission sollte die zugrundeliegende Verordnung für den Telekom-Binnenmarkt erneut überarbeiten und sowohl das Roaming-Ende als auch strikte Netzneutralität verankern.“

Rückfragen & Kontakt:

Mag.a Inge Chen
Pressesprecherin Michel Reimon, MEP
T +32 (2) 28 38681
M +32 (0)484 912134
GRUENE.AT

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FMB0004