Rasinger: 1.251 Selbstmorde sind zu viel - dreimal so viele Menschen sterben an Selbstmord als im Straßenverkehr

ÖVP-Gesundheitssprecher zum morgigen Weltsuizidpräventionstag - Bewusstsein für selbstmordgefährdete Menschen schaffen

Wien (OTS) - 1.251 Personen haben sich laut Statistik Austria 2015 selbst getötet. Das bedeutet, dass in Österreich etwa dreimal so viele Menschen an Selbstmord sterben als im Straßenverkehr. Das ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass es im Bereich der Verkehrsprävention seit Jahren gezielte Maßnahmen gibt – im Gesundheitsbereich bei den Suizidgefährdeten besteht allerdings noch mehr Handlungsbedarf. Suizid ist nach wie vor ein Tabuthema, aber trotzdem ein großes Problem. Das stellte heute, Freitag, ÖVP-Gesundheitssprecher Abg. Dr. Erwin Rasinger anlässlich des morgigen Weltsuizidpräventionstages 2016 fest. Der 10. September wurde von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zum Welttag der Suizidprävention ernannt. Damit soll der Gesellschaft nahe gebracht werden, dass sich viele Menschen das Leben nehmen.

Die Dunkelziffer ist sogar höher, denn nicht jeder Suizid wird als solcher registriert. Internationale Studien gehen davon aus, dass Suizidversuche die Zahl der tatsächlich durch Selbstmord verstorbenen Personen um das Zehn- bis 30-fache übertreffen. Demnach kann in Österreich von etwa 12.500 bis 37.500 Suizidversuchen pro Jahr ausgegangen werden. "Das ist untragbar", so Rasinger.

Die Suizidprävention auszubauen war auch Teil des Regierungsprogramms 2008 bis 2013. So wurde auch eine Koordinationsstelle Suizidprävention eingerichtet. "Trotzdem ist hier noch einiges zu tun", befindet Rasinger. "Wir müssen weiter daran arbeiten, Strategien zu entwickeln, um den Risikofaktor Suizid zu minimieren."

Suizid betrifft – wenn auch die meisten Suizide im mittleren Lebensalter zu verzeichnen sind - leider auch die Altersgruppe der 15- bis 19-Jährigen, bei der sich in den Jahren 2013 und 2014 ein Anstieg zeigte. "Diese jungen Menschen hätten noch ihr ganzes Leben vor sich gehabt. Das heurige Motto des Weltsuizidpräventionstages 'Kontakt herstellen, kommunizieren, kümmern' trifft es daher sehr gut: Wir müssen ein Bewusstsein für Menschen schaffen, die Probleme haben und suizidgefährdet sind. Es bedarf einer Sensibilisierung, um Selbstmorde zu verhindern. Selbstmordgefährdung entwickelt sich häufig über längere Zeit. Oft gehen Depressionen voraus, die in der Regel gut behandelt werden könnten. Prävention kann hier helfen", schloss Rasinger.
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