Stadler: Ausbau der Atomkraft in Tschechien stoppen

SPÖ NÖ unterstützt Vorstoß für Einbindung Niederösterreichs in tschechische Atomausbau-Pläne

St. Pölten (OTS) - Derzeit sind Atomkraftwerke in Europa Realität, deswegen ist es für die niederösterreichischen SozialdemokratInnen klar, dass der Ausbau der Atomkraftwerke in Tschechien – nahe an der niederösterreichischen Grenze – gestoppt werden muss. „Die unmissverständliche Position Niederösterreichs und Österreichs gegen Atomkraftwerke und damit auch gegen Atommüll-Endlager muss beibehalten werden, ebenso das Engagement hin zu einem gesamteuropäischen Atomausstieg – nur so können wir uns vor Atomgefahren tatsächlich schützen. Solange europäische Länder auf Atomenergie setzen, wird weiter Atommüll produziert, der noch unzähligen Generationen nach uns Probleme bereiten wird", sagt SPÖ NÖ Landesparteivorsitzender Mag. Matthias Stadler.

Er unterstützt den Vorstoß von Landesrat Pernkopf, dass das Land Niederösterreich sowohl in die Ausbaupläne von Atomkraftwerken, als auch in jene von Atommüllendlagern eingebunden werden muss. Schon vor einem Jahr habe die SPÖ NÖ eine Aktion gestartet, bei der mehr als 5.000 Menschen eine Protestnote gegen den Atomausbau und für den Ausstieg aus der Produktion von Nuklearenergie an die tschechische Regierung gesandt hatten. „In unmittelbarer Nähe zu Österreich stehen die beiden Reaktoren Temelin und Dukovany. Bei beiden AKW kam es in der Vergangenheit zu zahlreichen Störfällen, erst heute wurde von einem neuerlichen Störfall in Temelin berichtet. Das AKW Temelin steht noch dazu in einer erdbebengefährdeten Zone. Der rund 30 Jahre alte ‚Schrottreaktor‘ Dukovany verfügt über beunruhigende Mängel. Bei einem Reaktorunfall gelangt eine radioaktive Wolke binnen kürzester Zeit nach Österreich. Es ist inakzeptabel, dass durch einen weiteren Ausbau der Atomenergie die tschechische, österreichische und europäische Bevölkerung einer noch größeren Gefahr ausgesetzt wird.“

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