KAV-Streik: Ärztekammer sorgt für Notbetrieb in den Spitälern

Ärztefunkdienst zusätzlich im Einsatz - Szekeres: „Für unsere Patienten besteht keine Gefahr“

Wien (OTS) - Während des von der Wiener Ärztekammer für kommenden Montag ausgerufenen Warnstreiks wird in den Spitälern und Pflegewohnhäusern des Wiener Krankenanstaltenverbunds ein Notfallbetrieb, ähnlichen an Wochenenden und Feiertagen, aufrechterhalten. Verschiebbare Operationen und Ambulanztermine hingegen werden neu terminisiert. Der Ärztefunkdienst wird bis 14.00 Uhr im Einsatz sein. ****

Konkret betroffen sind die Abteilungen an den Krankenhäusern und Pflegewohnheimen SMZ Baumgartner Höhe/Otto-Wagner-Spital und Pflegezentrum, Krankenhaus Hietzing, Krankenanstalt Rudolfstiftung, SMZ Floridsdorf und Geriatriezentrum, SMZ Ost/Donauspital, SMZ Süd/Kaiser-Franz-Josef-Spital und Wilhelminenspital.

„Für Patienten besteht keine Gefahr, sie werden so wie an jedem Samstag, Sonn- oder Feiertag betreut. Akutfälle werden also in jedem Fall behandelt, das haben wir auch so mit den Spitälern und Ambulanzen akkordiert“, betont Ärztekammerpräsident Thomas Szekeres.

Entfallen werden hingegen geplante operative Eingriffe oder vereinbarte ambulante Untersuchungen und Kontrollen, die nicht unmittelbar durchgeführt werden müssen. Die Ärztekammer hat dabei alle Abteilungen ersucht, die Patienten im Vorfeld entsprechend zu informieren. Wer unsicher ist, sollte jedenfalls noch Kontakt mit seinem Spital beziehungsweise seiner Ambulanz aufnehmen, um alle näheren Details zu erfahren.

Szekeres rechnet mit der Solidarität seiner Patienten: „Wir wissen, dass der Montag Unannehmlichkeiten bringen wird. Schlussendlich kämpfen wir aber an einem Tag für ein Gesundheitssystem, das in Zukunft für alle Tage die bestmögliche Gesundheitsversorgung für alle Wiener Patientinnen und Patienten bringen wird.“

Auch hier versagt der Krankenanstaltenverbund

Grundsätzlich sei es Aufgabe des Dienstgebers, an Streiktagen für eine entsprechende Notversorgung zu sorgen. Nachdem aber auch hier der Wiener Krankenanstaltenverbund seiner Aufgabe in keinster Weise nachkomme, habe die Ärztekammer im Sinne der Vertretung der Patienteninteressen diese Aufgabe übernommen. Szekeres: „Die Kolleginnen und Kollegen in den KAV-Häusern haben sich gut auf den Streik vorbereitet, um eventuelle negative Auswirkungen für ihre Patientinnen und Patienten so gering wie möglich zu halten.“ Deshalb habe man auch den Ärztefunkdienst gebeten, an diesem Vormittag zusätzlich im Einsatz zu sein.

Der Ärztefunkdienst der Ärztekammer für Wien ist am kommenden Montag von 7.00 bis 14.00 Uhr zusätzlich im Einsatz. Unter der Telefonnummer 141 erhalten Patientinnen und Patienten hausärztliche medizinische Beratung und Betreuung. (lsd)

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