ÖVP Wieden: Schluss mit den Bausünden am Karlsplatz

Klubobmann Pasquali: Massive Aufstockung des Winterthur-Gebäudes abzulehnen - Vassilakou muss endlich Kulturgüter und Zukunftsentwicklung in Einklang bringen

Wien (OTS) - Im Zuge des Umbaus des Wien Museums ist nun auch geplant, das angrenzende Winterthur-Gebäude um rund 10 Meter in die Höhe aufzustocken (und somit auf die gleiche Höhe wie das neue Wien Museum). Dies hätte den Effekt, dass die Karlskirche einen weiteren – ungewollten - Seitenturm bekäme, und dieser Zubau regelrecht an der Kirche kleben würde, denn der Abstand beträgt nur rund drei Meter. Auf der anderen Seite (Argentinierstraße) beträgt der Abstand zwischen Kirche und nächstem Gebäude mehr als neun Meter, was auch optisch die Karlskirche frei stehend erscheinen lässt. Die Karlskirche, ein weltweit einzigartiger Bau und Meisterwerk des Hochbarock, deren Grundsteinlegung vor genau 300 Jahren geschah, war seit jeher als freistehendes Gebäude konzipiert. Johannes Pasquali, Klubobmann und Bezirksparteiobmann der ÖVP Wieden: „Durch die massive Aufstockung des benachbarten Gebäudes geht der skulpturale Charakter dieses Wiener Wahrzeichens ein Stück weiter verloren.“

„Hier wird mutwillig das Ensemble eines der schönsten Plätze Wiens zerstört und schwer wieder gutzumachender Schaden angerichtet“, so Johannes Pasquali weiter. Grundsätzlich stehen wir dem Umbau und der Weiterentwicklung des Wien Museums unter dem neuen Direktor positiv gegenüber. Ebenso sehen wir den geplanten offenen Durchgang zwischen dem Winterthur Gebäude und dem Wien Museum als vernünftig und durchdacht an, und halten auch die Umgestaltung des Winterthur-Gebäudes für erstrebenswert. Pasquali: „ Die verantwortliche Planungsstadträtin Vassilakou ist aufgefordert dafür zu sorgen, dass die Umgestaltung dieses Gebäudes im Einklang mit dem Schutz des Ensembles geschieht. Wir benötigen eine durchdachte und intelligente Stadtplanung und keinen weiteren Dilettantismus, wie er momentan seitens der Stadträtin praktiziert wird. Der Erhalt unserer Kulturgüter und die Stadtentwicklung müssen unter einen Hut gebracht werden.“ Wesentlich sei auch, dass dieser Neugestaltung eines Gebäudes, das einen derart gravierenden Einfluss auf den Gesamteindruck eines der wichtigsten historischen Plätze der Stadt hat, natürlich auch eine eingehende Auseinandersetzung unter Beteiligung der Bewohner und Anrainer vorangehe.

Bereits das Anfang der 1970er Jahre vom Architekten Georg Lippert errichtete Haus war eine klassische Bausünde, die zu Recht sehr kritisiert wurde, denn es passte in keiner Weise jemals in das Ensemble des Platzes. Pasquali: „Nun soll diese Bausünde nicht repariert, sondern vergrößert werden. Das entbehrt jeder Logik. Wir fordern daher: Schluss mit den Bausünden am Karlsplatz!“

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