- 08.09.2016, 09:02:38
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Österreicher befürworten verpflichtende Erste-Hilfe-Kurse
INTEGRAL-Umfrage zum Tag der Erste Hilfe ergab: Zwei Drittel unterstützen regelmäßige Schulungen.
Utl.: INTEGRAL-Umfrage zum Tag der Erste Hilfe ergab: Zwei Drittel
unterstützen regelmäßige Schulungen. =
Wien (OTS) - Die Mehrheit der Österreicher ist sich der Bedeutung von
Erster Hilfe bewusst: So sprechen sich 69 Prozent dafür aus, dass der
regelmäßige Besuch eines Erste-Hilfe-Kurses verpflichtend sein
sollte. Das ergab eine von INTEGRAL in Kooperation mit den
Johannitern durchgeführte Umfrage.
„Erste Hilfe sollte bereits in der Schule obligatorisch und
regelmäßig vermittelt werden. Außerdem sollten für Autofahrer
Auffrischungskurse - etwa alle fünf Jahre - verpflichtend eingeführt
werden“, fordert Johannes Bucher, Präsident der
Johanniter-Unfall-Hilfe.
Erste-Hilfe-Kurs liegt lange zurück
Zwar haben 9 von 10 Befragten bereits einmal einen Erste-Hilfe-Kurs
besucht, allerdings liegt bei 55% Prozent davon der Kurs fünf Jahre
oder gar noch länger zurück. Wie lange die letzte Auffrischung der
Notfallkenntnisse her ist, hängt klar mit dem Alter zusammen. Meist
ist das Thema nach erfolgreichem Erwerb des Führerscheins ad acta
gelegt.
„Die meisten Österreicher sind nicht mehr am aktuellen Stand der
medizinischen Erkenntnisse und sie sind aus der Übung. Studien
belegen, dass etwa bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand die rasche
Hilfe durch einen Ersthelfer die Überlebenschance drastisch erhöht.
Gerade bei der Ersten Hilfe ist es wichtig, dass die lebensrettenden
Handgriffe im Notfall sofort abrufbar sind und leicht von der Hand
gehen“, erläutert Johanniter-Chefärztin Gabriele Lerche.
55 Prozent leisteten bereits Hilfe
Der INTEGRAL-Umfrage zufolge haben etwas mehr als die Hälfte der
Österreicher bereits in einem Notfall geholfen. In den meisten Fällen
wurde die Rettung alarmiert (44%) oder Hilfe aus der Nähe geholt
(17%). Jeweils 8 Prozent haben lebensbedrohliche Blutungen gestillt
bzw. Wiederbelebungsmaßnahmen durchgeführt. Immerhin hat fast ein
Viertel (22%) – vorwiegend Männer – selbst schon einen Patienten in
die stabile Seitenlage gebracht. „Dies zeigt den bestehenden
Aufklärungsbedarf bei diesem Thema deutlich auf“, so Martin Mayr,
Mitglied der INTEGRAL-Geschäftsleitung, „Stabile Seitenlage ist keine
Frage der Kraft, sondern der Technik. Hier gilt es also, das
Selbstvertrauen der Frauen zu stärken.“
Hohes Vertrauen
Zwar haben 45 Prozent der Befragten Angst, selbst in eine
Notsituation zu geraten. Dennoch vertraut die Mehrheit (92%) darauf,
im Ernstfall in Österreich gut versorgt zu werden. Obgleich sich die
Erste-Hilfe-Kenntnisse bei 4 von 10 Befragten in Grenzen halten - sie
trauen sich eher nicht oder überhaupt nicht zu, Notfallmaßnahmen zu
setzen. Personen zwischen 40 und 49 Jahren, Männer und Höhergebidete
schätzen ihre Erste-Hilfe-Kompetenz als überdurchschnittlich gut ein.
Dies gilt auch für Personen, die selbst bereits einmal einen
Ersthelfer benötigt haben.
Defibrillator ist bekannt
Immerhin: fast alle (98%) Österreicher zwischen 14 und 69 Jahren
kennen einen Defibrillator und nahezu drei Viertel trauen sich dessen
Anwendung zu. Hier scheinen die Kampagnen der vergangenen Jahre
bereits Früchte zu tragen.
Dies sind die Ergebnisse einer im August 2016 durchgeführten
repräsentativen Online-Umfrage des Markt- und Meinungsforschungs-
Institutes Integral unter rund 2.000 Probanden im Alter von 14 - 69
Jahren.
Über INTEGRAL
INTEGRAL ist ein Full-Service-Institut und Anbieter maßgeschneiderter
Marktforschungslösungen auf wissenschaftlicher Basis, von der
Datenerhebung bis zur Lieferung handlungsrelevanter Informationen und
Empfehlungen. In Kooperation mit dem Heidelberger Sinus-Institut,
dessen Mehrheitsanteile INTEGRAL im Jahr 2009 übernommen hat,
engagiert sich der österreichische Marktforscher intensiv in der
Sinus-Milieu® Forschung. Die Ergebnisse bieten Marketingentscheidern
aus Unternehmen, Medien und Politik wettbewerbsrelevante
Informationen über Märkte und Zielgruppen.
Über die Johanniter
Die Johanniter-Unfall-Hilfe zählt mit mehr als 1.000 Mitarbeitern und
etwa 190.000 Einsätzen jährlich zu den führenden
Rettungsorganisationen und Erste-Hilfe-Ausbildnern Österreichs.
40.000 Förderer unterstützen die Arbeit der Johanniter und
ermöglichen mit ihren Beiträgen ein breites Spektrum an sozialen und
karitativen Leistungen, etwa Rettungsdienst und Krankentransport,
Gesundheits- und Hauskrankenpflege, Soziale Dienste,
Erste-Hilfe-Ausbildung, Katastrophenhilfe und Jugendarbeit. Die
Johanniter-Unfall-Hilfe ist ein Werk des evangelischen
Johanniterordens und Mitglied der Diakonie Österreich.
Pressefotos für die Medienarbeit finden Sie unter:
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