Karas fordert Offenlegung von Apples Steuererklärung

Neue EU-Zuständigkeit: "Bisher verhindern Mitgliedstaaten, dass EU stärker gegen unfairen Steuerwettbewerb vorgehen kann"

Brüssel, 7. September 2016 (ÖVP-PD) Der Europaabgeordnete Othmar Karas fordert von Apple, dass es seine Steuererklärungen
und Umsätze für jedes Land einzeln offenlegt, in dem es tätig ist.****

"Wenn Apple meint, dass das, was es macht, völlig in Ordnung ist, dann sollte es kein Problem darstellen, die Daten
offenzulegen. Viele Firmen machen das bereits", so Karas.

Karas fordert seit Jahren, dass alle in der EU tätigen multinationalen Konzerne nicht nur global, sondern für jedes Land einzeln berichten müssen, wie viel Umsatz und Mitarbeiter sie
haben und wie viel Steuern sie zahlen. "Dann wird sofort deutlich, welche Länder mit Amazon, Google, Starbucks und Co. unfaire Deals eingehen und anderen Ländern die Steuereinnahmen abgraben", betont Karas, der auch Mitglied des Untersuchungsausschusses ist, der die durch die "Panama Papers" bekannt gewordenen Fälle von
Steuerflucht untersucht.

"Wenn jeder österreichische Unternehmensgründer prozentual mehr Steuern zahlt als multinationale Firmen, dann sollten alle Alarmglocken schrillen. Bisher verhindern die Mitgliedstaaten der EU, dass die EU stärker gegen solch unfairen Steuerwettbewerb vorgehen kann. Die EU braucht mehr Kompetenzen in Steuerfragen",
so Karas heute in Brüssel.

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