Kärnten: Mehr Ölheizungen, geringerer Energieverbrauch

Jeder dritte Haushalt heizt mit Öl – dennoch sinkt der Heizölverbrauch

Wien (OTS) - In Kärnten heizen rund 82.000 Haushalte mit Öl. Die Zahl der ölbeheizten Häuser und Wohnungen ist seit 1996 um neun Prozent gestiegen. Zeitgleich ist der Heizölverbrauch Kärntens um die Hälfte gesunken. Der Tausch von 3.389 alten Ölheizungen gegen effiziente und umweltschonende Öl-Brennwertgeräte in den letzten sieben Jahren hat wesentlich dazu beigetragen. 333 Gigawattstunden Energie konnten dadurch eingespart werden. Mit dem Heizen mit Öl-Förderprogramm hat die Mineralölwirtschaft einen wertvollen Beitrag zur Energieeffizienz geleistet. Um die Versorgungssicherheit der Kärntner Haushalte mit Raumwärme zu sichern, wird Heizöl in einem ausgewogenen Energiemix noch lange eine wichtige Rolle spielen.

82.158 Haushalte in Kärnten heizen mit Öl. Das ist jeder Dritte und ein Plus von neun Prozent gegenüber 1996, als noch 75.300 Häuser und Wohnungen ölbeheizt wurden. Zum Vergleich: In Gesamtösterreich ist die Zahl der Haushalte mit Ölheizung im gleichen Zeitraum leicht gesunken. Von den rund 800.000 Ölheizungen in Österreich befindet sich gut jede zehnte in Kärnten. Der Bezirk Klagenfurt hat den höchsten Anteil der Wohngebäude mit Öl-Zentralheizung. Dort heizen mehr als 60 Prozent der Haushalte mit Öl. In den Bezirken Feldkirchen, Klagenfurt Land und Villach wird jeder zweite Haushalt ölbeheizt. Insgesamt deckt Heizöl rund 27 Prozent des Raumwärmebedarfs der privaten Haushalte und Dienstleistungsbetriebe in Kärnten. Das zeigen Berechnungen des IWO-Österreich auf Basis der neuesten Energiebilanzen für Kärnten der Statistik Austria.

Heizölverbrauch gesunken

In der Zeit von 1996 bis 2014 ist der energetische Endverbrauch von Heizöl in Kärnten von knapp 180.000 Tonnen auf rund 93.000 Tonnen zurückgegangen. Zwar heizen heute mehr Kärntner Haushalte mit Öl, jedoch verbraucht ein durchschnittlicher ölbeheizter Haushalt in Kärnten um 52,7 Prozent weniger Heizöl als noch vor 20 Jahren. Wesentliche Gründe dafür sind die technologischen Fortschritte bei der Ölheizung und die Diversifizierung der Energieversorgung privater Haushalte. Einerseits verbrauchen moderne Ölheizungen durch die laufende technische Weiterentwicklung bis zu 40 Prozent weniger Heizöl als alte Anlagen. Andererseits setzen immer mehr Besitzer von Einfamilienhäusern bei der Raumwärmeerzeugung auf eine Hybridlösung aus Ölheizung und Sonnenkollektoren.

3.389 alte Ölheizungen getauscht

Seit 2009 wurden in Kärnten 3.389 veraltete Heizkessel gegen effiziente und umweltschonende Öl-Brennwertgeräte getauscht. 333 Gigawattstunden bzw. 1,2 Petajoule Energie konnten dadurch eingespart werden. Wesentlich dazu beigetragen hat das Heizen mit Öl-Förderprogramm, das Besitzer alter Ölheizungen zur Erneuerung ihrer veralteten Anlage animieren sollen. Die Mineralölwirtschaft fördert dabei den Kauf eines Öl-Brennwertgeräts mit bis zu 3.000 Euro. „Die neuen Zahlen für Kärnten zeigen, dass die Modernisierung alter Ölheizungen eine sinnvolle Effizienzmaßnahme ist. Die finanziellen Anreize durch das Förderprogramm haben entscheidend dazu beigetragen, die Energieeffizienz in Kärnten zu steigern und damit Emissionen und den Energieverbrauch zu senken“, freut sich Martin Reichard, Geschäftsführer von IWO-Österreich.

Energiemix essenziell für Versorgungssicherheit

Kärnten hat das ambitionierte Ziel, bis 2025 im Bereich Wärme und Strom energieunabhängig und frei von fossilen Energieträgern zu werden. Zugleich muss das Land die sichere und kontinuierliche Wärmeversorgung der Menschen gewährleisten und soziale Aspekte beim Heizen berücksichtigen. „Eine so schnelle Umstellung auf Erneuerbare ist weder realistisch, noch eine gute Idee. Denn dann müssten alle Ölheizungsbesitzer auf die teuren Erneuerbaren umsteigen. Das ist gerade für sozial schwächere Haushalte illusorisch“, so Reichard. Außerdem sind Festbrennstoffheizungen für einen nicht unwesentlichen Anteil der Luftschadstoffe verantwortlich. Selbst bei einer Umstellung aller Ölheizungen auf modernste Holzpellets-Anlagen käme es zu einer Steigerung der Feinstaubbelastung von 2.327 Prozent, bei Umstellung auf andere Festbrennstoffheizungen noch auf wesentlich mehr.

„Gerade diese Emissionen wollen wir ja vermeiden!“, betont Reichard. Nur ein ausgewogener Energiemix garantiert die Versorgungssicherheit und ermöglicht den Wettbewerb zwischen den Heizformen. „Heizöl hat im Gegensatz zu anderen Energieträgern den Vorteil der jahrelangen Bevorratung im eigenen Heim. Heizen mit Öl zählt zu den preislich günstigeren Formen der Wärmeerzeugung und wird noch lange eine wichtige Rolle im Kärntner Raumwärmemarkt spielen“, ist sich Reichard sicher.

Über das IWO

Das IWO-Österreich (Institut für Wärme- und Oeltechnik) ist ein als Verein organisiertes Kompetenzzentrum für Heizfragen und versteht sich als zentrale Informations- und Beratungseinrichtung der österreichischen Mineralölwirtschaft. Mitglieder des IWO-Österreich sind zahlreiche Unternehmen aus den Bereichen Mineralölindustrie, Energiehandel, Kesselindustrie, Installationsunternehmen, Wirtschaftskammern, Kamin- und Tankfirmen.

Download: goo.gl/0rYzHZ
Factsheet: Die Bedeutung von Heizöl im Raumwärmemarkt Kärnten (Stand:
August 2016)

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