Wohlmuth zu Pensionsmonitoring: Entwicklung positiv, aber weitere Maßnahmen notwendig – Bonus-Malus-System muss kommen!

Pensionsantrittsalter steigt, Zielwert für 2018 bereits erreicht – jetzt muss auch Beschäftigung Älterer deutlich steigen!

Wien (OTS) - „Erfreulich ist, dass das Pensionsantrittsalter weiter steigt und wir den Zielwert für 2018 von 60,2 Jahren längst erreicht haben. Das zeigt, dass die gesetzten Maßnahmen wirken! Positiv ist auch, dass immer mehr Menschen 50+ in Beschäftigung sind, aber hier sind wir von den vereinbarten Zielwerten leider trotzdem noch zu weit entfernt und hinken im europäischen Vergleich hinterher! Damit ist klar: Das Bonus-Malus-System ist noch lange nicht vom Tisch!“, betont Andreas Wohlmuth Generalsekretär des Pensionistenverbandes Österreichs (PVÖ) zum heute veröffentlichten Pensionsmonitoring des Sozialministeriums. ****

„Auch wenn wir die vereinbarten Zielwerte für die Beschäftigung Älterer erreichen, so ist die Arbeitslosigkeit immer noch zu hoch. Auch ist das Beschäftigungsniveau bei Älteren im Europa-Vergleich zu niedrig. Hier müssen weitere Maßnahmen gesetzt werden!“, so Wohlmuth, der klarstellt: „So lange Ältere überdurchschnittlich stark von Arbeitslosigkeit betroffen sind, so lange Arbeitssuchende 50+ Sätze wie ‚Ihren Jahrgang schauen wir uns gar nicht mehr an!‘, hören, so lange ArbeitnehmerInnen über 50 in die Frühpension gemobbt und gedrängt werden und so lange die Arbeitsbedingungen psychisch und physisch krank machen, so lange dürfen und werden wir nicht lockerlassen! Wir brauchen Anreize für Firmen mehr Personal einzustellen, Ältere und Frauen zu beschäftigen und Lehrlinge auszubilden und gesündere Arbeitsbedigungen!“ stellt Wohlmuth klar. Daher fordert der Pensionistenverband ein Maßnahmenpaket für „Gesunde Arbeitsplätze für jedes Alter!“

Pensionistenverband fordert: Mehr Jobs und gesunde Arbeitsplätze für jedes Alter!

+ Schulungs-Bonus 50+ als finanziellen Anreiz für Firmen, die ältere MitarbeiterInnen aus- oder weiterbilden!

+ Wirksameres und früheres Bonus-Malus-System. Betriebe, die ältere Menschen beschäftigen oder aus der Langzeitarbeitslosigkeit herausholen, müssen stärker gefördert werden.

+ Ausdehnung des Kündigungsschutzes. Ältere dürfen im Krankenstand nicht gekündigt werden.

+ Gesetzliche Verankerung eines umfassenden Pensions- und Beschäftigungsmonitorings aufgeschlüsselt nach Branchen, Regionen und Betriebsgrößen unter Einbeziehung des gesamten öffentlichen Sektors! Der Gesetzestext ist fertig!

+ Erhöhung des faktischen Pensionsantrittsalters, mit gesunden Arbeitsplätzen und -bedingungen, einer verpflichtenden betrieblichen Gesundheitsvorsorge und einem Schwerpunktprogramm "Burn-Out-Vorsorge" durch verstärkten Einsatz von Arbeitspsychologen!

+ Bonifikationen für Firmen, die es Frauen ermöglichen über das Regelpensionsalter (60 Jahre) hinaus zu arbeiten.

+ Rasche und konsequente Umsetzung der Ausbildungspflicht für Jugendliche!

+ Schaffung einer Wertschöpfungsabgabe für die Finanzierung des Sozialstaates. Faktor Arbeit muss entlastet, der Faktor Kapital stärker einbezogen werden. Durch die Wertschöpfungsabgabe könnte der Arbeitgeberbeitrag zum Familienlastenausgleichsfonds von derzeit 4,5 Prozent aufkommensneutral auf 2,5 Prozent gesenkt werden. Durch diese Lohnnebenkosten-Senkung könnten mittelfristig – wie eine WIFO-Studie ergab – 21.000 neue Arbeitsplätze geschaffen werden!

+ Gesetzlich verpflichtendes Best-Bieter-Prinzip mit Sozialkriterien für ALLE öffentlichen Aufträge. Firmen, die Lehrlinge ausbilden und Ältere beschäftigen, dürfen keinen Wettbewerbsnachteil haben!

+ Nationale und europäische Investitionen zur Ankurbelung des Wirtschaftswachstums.

(Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

Pensionistenverband Österreichs
Mag. Susanne Ellmer-Vockenhuber, Bakk.
Tel.: 01/313 72 31
E-Mail: susanne.ellmer@pvoe.at

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