NEOS: Blockade-Ende für Bildungs-Wende

Strolz/Gamon: „Unsere Lehrerinnen und Lehrer haben den wichtigsten Job im Land – die Regierung muss endlich ihre Interessen, sowie die unser Kinder in den Vordergrund stellen“

Wien (OTS) - Bildung wird eines der Schwerpunkt-Themen in den kommenden Monaten für den NEOS Parlamentsklub darstellen. NEOS Klubobmann und Bildungssprecher Matthias Strolz und Wissenschaftssprecherin Claudia Gamon stellten bei einer Pressekonferenz im Rahmen der Klubklausur ihre Hauptforderungen vor, um eine echte Bildungs-Wende erreichen zu können. „SPÖVP sind haben vor allem im Bildungsbereich gezeigt, wie man einzig machtpolitische Interessen in den Vordergrund stellt. Die Interessen unserer Kinder, der Lehrerinnen und Lehrer und der Eltern werden hingegen ausgeblendet. Das müssen wir ändern. Wir brauchen mutige Schritte, damit unsere Kinder nicht auf der Strecke bleiben und wir müssen endlich anerkennen, dass Lehrerinnen und Lehrer den wichtigsten Job in diesem Land haben“, fasst Matthias Strolz seine Schwerpunkte zusammen.

Die drei Schwerpunkte, die vorangetrieben werden sollen, umfassen drei Bereiche: Lehrplan updaten, Lehrerberuf aufwerten und Bildung öffnen. „Digitalisierung wird unseren Lebensbereich und unseren Arbeitsplatz zunehmend berühren. Digitalisierung ist aber mehr als die Einführung von e-books“, betont Strolz, der das Schulfach Programmieren im Lehrplan verankern will. „Programmieren ist die Sprache der Zukunft – unsere Kinder sollen diese Sprache beherrschen. In zwölf europäischen Ländern steht dieses Fach bereits am Lehrplan, sieben weitere planen es einzuführen. Da müssen auch wir endlich handeln.“

Vielschichtige Aufnahmeverfahren – stärkerer Fokus auf soziale Kompetenzen

Wie stark digitale Kompetenzen im Unterricht eingesetzt werden, hängt bisher von den Lehrerinnen und Lehrern ab. Digitale Kompetenzen müssen aber stärker in der Ausbildung berücksichtigt werden. Denn:
Pädagog_innen sind die Held_innen für die Zukunft unserer Kinder, ihre Aus- und Fortbildung müsse der zweite Schwerpunkt sein. „Wenn wir davon überzeugt sind, dass Lehrerinnen den wichtigsten Job in dem Land haben, dann müssen wir auch die besten Pädagoginnen und Pädagogen suchen. Aufnahmeverfahren, die noch stärker auf soziale Kompetenzen setzen, müssen eingeführt werden“, betont NEOS Wissenschaftssprecherin Claudia Gamon. Außerdem müsse die Möglichkeit für den Quereinstieg stärker berücksichtigt werden. „Wir brauchen natürlich Pädagoginnen und Pädagogen, die den klassischen Ausbildungsweg eingeschlagen haben. Wir wollen aber auch Forscher an den Schulen sehen, wir wollen Praktiker an den Schulen sehen – der Quereinstieg muss leichter möglich sein. Sowohl Lehrerinnen und Lehrer als auch Schülerinnen und Schüler profitieren davon“, betont Gamon. Zuletzt müsse der Fortbildungsbereich neu gedacht werden. „Bisher haben die Pädagogischen Hochschulen ein Fortbildungs-Monopol. Das wollen wir aufbrechen und für andere Anbieter öffnen“, so Gamon.

Bildung öffnen – koalitionsfreien Raum schaffen

„Ein Blockade-Ende im Bildungsbereich wird nur dann möglich sein, wenn wir den Bildungsbereich aus dem Koalitionspakt herausholen“, fasst Matthias Strolz zusammen. „Echte Reformen sind nur dann möglich, wenn die beiden ehemaligen Großparteien damit aufhören, ihre eigenen Machtinteressen in den Vordergrund zu stellen und bereit sind, über die besten Ideen im Parlament offen und intensiv zu diskutieren und abzustimmen. Die Bildung und die Zukunft unserer Kinder ist zu wichtig, als dass wir sie weiter im SPÖVP-Hickhack leiden lassen dürfen“, so Strolz abschließend.

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