ÖAMTC: 100 Getötete auf Österreichs Straßen während der Sommermonate

Insgesamt ist eine positive Entwicklung bei der Unfallbilanz 2016 zu erkennen

Wien (OTS) - Zwischen 1. Jänner und 4. September 2016 verunglückten 292 Verkehrsteilnehmer tödlich – im Vergleichszeitraum 2015 waren es 327, 2014 waren es 320 (Quelle: BMI). Die Unfallbilanz der vergangenen zwei Monate zeigt allerdings einmal mehr: In den Sommermonaten steigt die Zahl der Verkehrstoten drastisch an.

Generell wird das Fahren während der Sommermonate eher als ungefährlich eingeschätzt. "Doch ein vermeintlich geringes Risiko ist trügerisch", weiß ÖAMTC-Experte Felix Etl. Dass sommerliche Straßenbedingungen zumeist eine unterschätzte Gefahr darstellen, belegt einmal mehr die Anzahl jener, die im Juli und August 2016 tödlich verunglückt sind. Laut Angaben des BMI gab es demnach während dieser beiden Monate 100 Verkehrstote (vorläufige Zahl) auf Österreichs Straßen. Wirft man einen Blick auf die Statistik der vergangenen drei Jahre, zeigt sich ein ähnliches Bild. 2015 waren es 106, 2014 75 und 2013 124 Getötete (Quelle: Statistik Austria).

Im Sommer 2016 verunglückten die meisten Verkehrsteilnehmer in Niederösterreich (27) gefolgt von Oberösterreich (19), der Steiermark (14), Tirol (13) und Kärnten (10). Im Burgenland gab es acht, in Salzburg fünf und in Vorarlberg und Wien je zwei Todesopfer im Straßenverkehr zu beklagen. Die hohe Zahl an Getöteten (76) auf Landesstraßen bedeutet einen Anstieg von rund zehn Prozent gegenüber 2015. Die Anzahl derer, die während der Sommermonate auf Autobahnen, Schnellstraßen und sonstigen Straßen tödlich verunglückt sind, ist hingegen rückläufig. "Eine verstärkte Umsetzung der fehlerverzeihenden Straße am untergeordneten Straßennetz kann die hohen Zahlen schwerer Unfälle abseits von Autobahnen reduzieren", fordert der ÖAMTC-Experte.

Hohe Zahl an getöteten Motorradfahrern

Leider kam es auch bei der Anzahl der getöteten Motorradfahrer zu einem Anstieg. 34 Biker ließen bei Unfällen im Sommer ihr Leben. "Das ist der höchste Wert in den vergangenen fünf Jahren und bedeutet, dass jeder Dritte im Sommer im Straßenverkehr Getötete ein Motorradfahrer war", stellt Etl fest. "Hier gilt es, weiterhin bewusstseinsbildende Maßnahmen zu setzen." Zudem gibt es unter den motorisierten Zweiradfahrern auch viele Wiedereinsteiger, die ihr Fahrzeug noch nicht ausreichend gut beherrschen und ihr Können oftmals überschätzen. Hier können Fahrtechnikkurse – wie sie vom ÖAMTC angeboten werden – Abhilfe schaffen.

Herbstzeit erfordert ebenfalls erhöhte Konzentration und Aufmerksamkeit

Im Sommer steigen die Unfallzahlen auf Grund des erhöhten Verkehrsaufkommens und Ausflugsverkehrs erfahrungsgemäß an. In der sich ankündigenden Herbstzeit ist jedoch auf andere Risiken zu achten. "Die Tage werden kürzer und Nebel tritt häufiger auf, daher wird die Sicht im Herbst tendenziell schlechter", warnt der ÖAMTC-Experte. "Ebenso können die Fahrbahnverhältnisse durch Nässe oder Laub unerwartete Gefahren mit sich bringen." Auch mit verstärktem Wildwechsel ist zu rechnen. Wichtig ist, Fahrweise und Geschwindigkeit den gegebenen Verhältnissen anzupassen und auf den entsprechenden Zustand des Fahrzeugs zu achten.

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