ÖAMTC-Bilanz Sommerreiseverkehr 2016

Deutlich mehr Staus; Grenzkontrollen sorgen für Verzögerungen

Wien (OTS) - Die ÖAMTC-Bilanz über den Reiseverkehr an den Wochenenden im Sommer 2016 zeigt einen deutlichen Anstieg der Staus im Vergleich zum den Jahren davor. Mit 635 gemeldeten Staus gab es rund 20 Prozent mehr Staus als im Sommer 2015. Gezählt wurden wie auch in den vergangenen Jahren Staus mit einer Länge von mehr als 1,5 Kilometern bzw. Verzögerungen von mindestens 15 Minuten an den Samstagen und Sonntagen während der Ferien in Österreich.

Harald Lasser vom ÖAMTC kann vor allem zwei Gründe für diese deutliche Steigerung nennen:
„Die Wiedereinführung der Grenzkontrollen stehen als Auslöser von kilometerlangen Staus und teils stundenlangen Wartezeiten mit rund zwölf Prozent zu Buche. Auffallend ist aber auch die Zunahme der durch Baustellen ausgelösten Verzögerungen.“

Verkehrsüberlastung erstmals häufigste Stauursache

Verkehrsüberlastung war dieses Jahr erstmals die häufigste Ursache für Staus, knapp gefolgt von Unfällen. Speziell der Anteil der durch Unfälle verursachten Staus war niedriger als in den Jahren zuvor. Deutlich gestiegen ist diesen Sommer der Anteil der durch Baustellen verursachten Verzögerungen. Und mehr als zehn Prozent der Staus waren auf die Wiedereinführung der Grenzkontrollen zurückzuführen.

Durch die Wiedereinführung der Kontrollen an den österreichischen Grenzen verschieben sich dieses Jahr zwar die Relationen in der Gesamtstatistik. Trotzdem ergeben sich interessante Erkenntnisse. So lösten Verkehrsüberlastungen erstmals die unfallverschuldeten Staus als häufigste Ursache ab. Auch die Steigerung der baustellenbedingten Staus um gute 50% springt ins Auge. Der Anteil der Grenzwartezeiten war durch die Wiedereinführung der Kontrollen auch in diesem Ausmaß zu erwarten.

2012 2013 2014 2015 2016
Verkehrsüberlastung 35,8% 33,6% 34,4% 38,8% 32,76%
Unfälle 39,9% 44,2% 46,9% 39,3% 32,44%
Baustellen 5,4% 3,3% 7,6% 8,1% 12,13%
Defekte Fahrzeuge 4,3% 8,2% 6,0% 5,4% 4,09% Grenzkontrollen 11,81%

Bundesländer im Vergleich – Tirol mit den meisten Staus

Die klassischen Transitländer Tirol und Salzburg führen auch heuer das Stauranking des ÖAMTC an, wobei der Unterschied deutlich größer ist als in den Jahren zuvor. Mehr als 27 Prozent aller Staus wurden aus Tirol gemeldet, rund 18 Prozent aus Salzburg. Den dritten Rang nimmt Oberösterreich mit rund 14 Prozent ein, gefolgt von der Steiermark und Kärnten mit jeweils etwa elf Prozent der Staus

Die Hotspots im heurigen Sommerreiseverkehr waren der Karawanken Tunnel (A11) in Kärnten, der Lermooser Tunnel (B179) in Tirol, der Großraum Salzburg (A1 und A10) sowie der noch nicht zweispurig ausgebaute Teil der A9 in Oberösterreich zwischen Klaus und St. Pankraz.

Tauern Autobahn, Fernpass Straße und West Autobahn staureichste Straßen

Unverändert an der Spitze des Staurankings ist die Tauern Autobahn (A10). 9,92% aller registrierten Staus wurden hier verzeichnet. Gleichauf mit ebenfalls 9,92% liegt die Fernpass Straße (B179) in Tirol, gefolgt von der West Autobahn (A1) mit 8,98% sowie der Pyhrn Autobahn (A9) mit 7,72%.

Deutliche Unterschiede sind zu erkennen, wenn man die Gründe für die Staus auf den einzelnen Strecken vergleicht. So kommen fast 90% aller Staus auf der Fernpass Straße (B179) durch Verkehrsüberlastung zu Stande, auf der Tauern Autobahn (A10) ist Überlastung der Grund für immerhin noch mehr als die 60% der dort gemeldeten Verzögerungen. Andererseits sind etwa auf der Süd Autobahn (A2) 60% aller Staus auf Unfälle zurückzuführen, auf der Südost Tangente (A23) rund 50% auf Bauarbeiten.

Die längsten Staus an Sonntagen, die meisten zum Ferienbeginn in Bayern

Die längsten Staus wurden in diesem Jahr nicht an einem Samstag, sondern an Sonntagen gemeldet. Am Sonntag, 28.08.2016, erreichte die zähfließende Kolonne auf der Tauern Autobahn (A10) zwischen Golling und dem Knoten Salzburg eine Länge von 25 Kilometern, was einen Zeitverlust von etwa zwei Stunden bedeutet. Eine Woche davor, am 21.08.2016, war die Situation ähnlich, hier wurden rund 20 Kilometer Stau und ebenfalls an die zwei Stunden Zeitverlust gemeldet.

Die meisten Staus weist die ÖAMTC-Bilanz auch in diesem Sommer an dem Wochenende auf, an dem die Bayern in die Sommerferien gestartet sind. Rekordverdächtige 64 Staus wurden am Samstag, 30.07.2016, von Österreichs Straßen gemeldet.

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Grafik Stau-Strecken und –Ursachen ist auf Anfrage bei ÖAMTC-Mobilitätsinformationen erhältlich.

(Schluss)
Christian Dachs

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