KAV-Spitäler: Streikkomitee beschließt umfassende Patienteninformation

Informationsfolder an alle Wiener Haushalte – Szekeres: „Die Bevölkerung darüber aufklären, worum es in der derzeitigen Auseinandersetzung wirklich geht“

Wien (OTS) - In seiner zweiten Sitzung hat das fraktionsübergreifende Aktions- und Streikkomitee der Wiener Ärztekammer weitere Maßnahmen im Streit mit dem Wiener Krankenanstaltenverbund (KAV) beschlossen. Unter anderem soll ein Informationsfolder an alle Wiener Haushalte geschickt werden. Dieser soll die Wienerinnen und Wiener darüber aufklären, „worum es wirklich in der derzeitigen Auseinandersetzung geht“, so Ärztekammerpräsident Thomas Szekeres. ****

Der Informationsfolder wird alle wichtigen Botschaften enthalten, die nicht nur die Ärzteschaft, sondern auch die Bürgerinnen und Bürger Wiens, also die Patientenschaft, betreffen. „Wir wollen damit auf die Auswirkungen der derzeitigen KAV-Missstände für den Einzelnen in Wien aufmerksam machen“, erklärt Szekeres. Die Broschüre wird der Bevölkerung in der kommenden Woche zugesandt werden.

Bereits letzte Woche wurden eine Protestversammlung am 7. September 2016 sowie ein erster Warnstreik am 12. September 2016. Am 7. September findet im Festsaal des Campus der WU Wien ab 14.00 Uhr für alle KAV-Ärzte eine arbeitsrechtliche Schulung statt. Und am 12. September formiert sich ab 10.00 Uhr ein öffentlicher Demonstrationszug. Die geplante Route führt vom Dr. Karl-Lueger-Platz über den Ring und Weihburggasse zum Franziskanerplatz, wo auch eine Kundgebung stattfinden wird.

Szekeres betont, dass durch beide Protestveranstaltungen es zu keiner Patientengefährdung kommen werde: „Akutfälle werden selbstverständlich raschest behandelt, die weiteren Patienten könnten aber vielleicht etwas länger warten.“ Aber das sei in den KAV-Spitälern „ja leider nichts Neues“. (ast)

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