ÖAAB: Besorgniserregende Arbeitslosenzahlen und fehlende Konzepte

Gf. ÖAAB-Obmann August Wöginger übt Kritik an der Arbeitsmarktpolitik des Sozialministeriums und vermisst Gesamtkonzept zur Bekämpfung der hohen Arbeitslosigkeit.

Wien (OTS) - Die Arbeitslosigkeit in Österreich steigt, wie die aktuellen August-Zahlen zeigen. Während die Arbeitslosigkeit in vergleichbaren EU-Ländern sinkt, steigt diese in Österreich kontinuierlich an. Und dies obwohl durch die Steuerreform und die Lohnnebenkostensenkung die Konjunktur angekurbelt werden konnte und es auch einen Anstieg an offenen Stellen zu verzeichnen gibt. Hier herrscht offensichtlich eine Schieflage.

„Die aktuellen Arbeitslosenzahlen sind besorgniserregend. Es fließt eine Menge Steuergeld in ein System, das augenscheinlich nicht wirkt. Im Europavergleich liegt Österreich bei den Aufwendungen für die aktive Arbeitsmarktpolitik auf Platz 3, aber die Zahl der Menschen ohne Beschäftigung steigt weiter an. Ein Anstieg an offenen Stellen und ein gleichzeitiger Anstieg der Arbeitslosigkeit, hier läuft massiv etwas falsch. Das Sozialministerium ist nun gefordert, rasch ein effektives Gesamtkonzept für eine Arbeitsmarktreform zu erarbeiten. Das Ziel muss sein, die Menschen wieder in die Beschäftigung zu bringen und offene Stellen rasch zu besetzen. Es gilt, jetzt zu handeln – wir haben hier ein massives Problem, das sich von Monat zu Monat vergrößert“, so gf. ÖAAB-Bundesobmann August Wöginger in Richtung Sozialminister Stöger.

„Beispielsweise könnten eine Verschärfung der Zumutbarkeitsregeln für arbeitslose Menschen oder eine zielgruppenspezifische Zuteilung zu AMS-Maßnahmen das Missverhältnis zwischen offenen Stellen und gleichzeitiger hoher Arbeitslosigkeit abmildern“, so Wöginger abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

ÖAAB-Generalsekretariat
Sandra Schardinger
+43 (1) 40 141 354
presse@oeaab.com
www.oeaab.com

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AAB0001