McDonald: Sozial ist, was Arbeit schafft

Stöger muss in die Gänge kommen und sich weniger unbedeutenden Nebenschauplätzen widmen

Wien, 01. September 2016 (ÖVP-PD) "Die Arbeitslosigkeitsentwicklung ist alarmierend. Sozialminister
Stöger muss endlich in die Gänge kommen, statt monatlich stets aufs Neue die Betroffenen mit substanzlosen Aussagen zu vertrösten", reagiert ÖVP-Generalsekretär Peter McDonald
kritisch auf die heute präsentierten Arbeitslosenzahlen. Österreich gibt bereits am drittmeisten in Europa für aktive Arbeitsmarktpolitik aus, aber im Gegensatz zu anderen Ländern
sinkt die Arbeitslosigkeit nicht. ****

Arbeitslosigkeit ist für die betroffenen Menschen und ihre Familien eine sehr belastende Situation. Sozial sei in erster
Linie, was Arbeit schafft, so McDonald. Gerade deshalb müsse Sozialminister Stöger dieses Thema vordringlich in Angriff
nehmen und sich nicht sommerlichen, gewerkschaftlich-interessenspolitischen Nebenschauplätzen widmen.

"Einfach nur mehr Geld für AMS-Kurse zu fordern, löst nicht die Probleme am Arbeitsmarkt. Es ist in erster Linie die
Wirksamkeit der Maßnahmen zu verbessern. Dazu gibt es im AMS umfangreiche Vorarbeiten, mit denen sich Stöger dringend auseinandersetzen sollte", so McDonald weiter. Es brauche
generelle Arbeitsmarktreformen, um Inaktivitätsfallen zu beseitigen: "Die SPÖ muss im Herbst bei den Verhandlungen
ihren Widerstand gegen die Reduzierung der Bürokratie und Entlastung von Betrieben aufgeben, damit diese wieder mehr Arbeitsplätze schaffen können." Um der hohen Arbeitslosigkeit
und oft einhergehender beruflichen Perspektivenlosigkeit
älterer Menschen entgegenzuwirken, braucht es konkrete
Antworten. Frühpensionierung über das AMS ist für die Menschen der unwürdigste Weg, der verhindert werden muss.

Während die Arbeitslosigkeit nach wie vor steigt, bringen
die Steuerentlastung und Lohnnebenkostensenkungen das
Pflänzchen Konjunktur zart zum Sprießen. Dementsprechend gibt
es auch einen Anstieg an offenen Stellen und die nominellen Beschäftigungszahlen sind so hoch wie noch nie. "Stöger ist
jetzt gefordert, das fehlende Matching zwischen offene Stellen
und der hohen Arbeitslosigkeit zu verbessern", so der ÖVP-
General.

Dazu braucht es eine Anhebung der Verfügbarkeitszeit auf 20 Stunden, damit das AMS die vollen Möglichkeiten der
Vermittlung nutzen kann, genauso wie eine Ermöglichung von längeren zumutbaren Anfahrtswegen, wie sie auch heute
Arbeitenden oft bereits zumutbar sind. Es braucht eine
strengere und konsequente Vollziehung des heutigen Rechts
durch das AMS und ein konsequenteres Nachgehen von Missbrauch
und Fehlverhalten. Das Meldesystem in OÖ und Tirol, wo
Betriebe Fehlverhalten von Arbeitslosen melden, sollte
dringend flächendeckend ausgebaut werden.

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