ORF-Erfolgsserie „Vorstadtweiber“ für 30. Prix Europa nominiert

Drei Ö1-Radio-Produktionen im Wettbewerb

Wien (OTS) - Reichweitenrekorde, Spitzenplätze im ORF-Serien-Ranking, ausgezeichnet mit der Romy, nominiert für den Deutschen Comedypreis – und nun auch für den Prix Europa. Während die Vorbereitungen für die Dreharbeiten zur dritten Staffel bereits auf Hochtouren laufen, gehen die „Vorstadtweiber“ in der Kategorie „TV Fiction“ ins Rennen um die begehrte Stier-Trophäe für Europas beste TV-, Radio- und Online-Produktionen. Im Wettbewerb vertreten ist der ORF auch mit den drei Ö1-Radio-Projekten „Kinderüberraschung. Aus dem Leben eines Samenspenders“ („Radio Documentary“), „Die Juden“ (Radio Fiction) und „#HowtobeAustrian“ (Digital Audio). Nominiert für den Prix Europa, der seit 1987 die besten Medienproduktionen des Kontinents auszeichnet, sind 231 von insgesamt 642 eingereichten Beiträgen aus 35 Ländern. Das Festival geht von 15. bis 21. Oktober in Berlin über die Bühne. Verliehen werden die 13 kategoriegebundenen und mit jeweils 6.000 Euro dotierten Preise zum Abschluss des Festivals am 21. Oktober.

Die Nominierungen im Überblick

ORF-Serie „Vorstadtweiber“ (Kategorie: TV Fiction)

Im Frühjahr 2014 standen Gerti Drassl, Maria Köstlinger, Martina Ebm, Nina Proll und Adina Vetter erstmals vor der Kamera, im Dezember eroberten sie die TV-Bildschirme und erzielten mit den zehn Folgen der ersten Staffel Reichweitenrekorde. Im Jänner 2016 eroberten sie mit zehn weiteren Episoden erfolgreich die österreichischen Wohnzimmer. Nun laufen die Dreharbeiten zur dritten Staffel bereits auf Hochtouren. An der Seite der „Vorstadtweiber“ spielen in der ORF-Gesellschaftssatireserie u. a. Juergen Maurer, Bernhard Schir, Philipp Hochmair und Johannes Nussbaum. Regie führten Sabine Derflinger und Harald Sicheritz nach Drehbüchern von Uli Brée. „Vorstadtweiber“ ist eine Produktion des ORF, hergestellt von MR-Film.

Ö1-Hörbild „Kinderüberraschung. Aus dem Leben eines Samenspenders“ (Kategorie: Radio Documentary)

Das von Renate Maurer gestaltete Ö1-Hörbild „Kinderüberraschung. Aus dem Leben eines Samenspenders“ ist in der Kategorie „Radio Documentary“ nominiert. Am Anfang war eine Zeitungsannonce: „Zwei Frauen suchen einen Samenspender, aber keinen Vater“. Maik, Mitte 20 und Student in Berlin, beschließt, dem lesbischen Paar zu „helfen“. Sein Motiv: Gerechtigkeit. Geld will er dafür keines. Alleinstehenden Frauen und lesbischen Paaren ist der Weg zur Samenbank Mitte der 2000er Jahre zwar nicht verboten, aber den Ärztinnen und Ärzte wird empfohlen, die Insemination nur bei verheirateten Frauen oder Frauen mit einem festen männlichen Partner vorzunehmen. Jetzt ist Maik Mitte 30, studiert immer noch und hat mittlerweile sieben Kinder mit sechs Frauen gezeugt. Vertrauen war alles, auf Verträge verzichteten Maik und die angehenden Mütter. Das Leben lässt sich sowieso nicht durch Vertragswerke absichern, sagt Maik und hofft darauf, dass weder die Frauen noch die Kinder Unterhalt von ihm fordern werden. Mit den Müttern läuft alles gut, er hat Fotos von allen Kindern und trifft sie ab und zu. Als Vater bleibt er, wie vereinbart, auf Außenposten. Nur zu einer der Frauen, zur Französin Cécile und ihren beiden von Maik gezeugten Mädchen, hat sich eine enge Beziehung entwickelt – in aller Freundschaft und mit bemerkenswertem Engagement für die Kinder. Maiks Mutter arbeitet bei Cécile als Haushaltshilfe – und ist zugleich als Oma für die Mädchen da. Renate Maurer hat mit Maik, seiner Mutter und mit einigen der Frauen gesprochen, denen er zum Wunschkind verholfen hat. Ein Feature, das voller Überraschungen und unerwarteter Wendungen steckt – so wie Maiks Leben auch.

Ö1-Produktion „Die Juden“ (Kategorie: Radio Fiction)

In der Kategorie „Radio Fiction“ ist „Die Juden“ von Gotthold Ephraim Lessing nominiert. In diesem Stück thematisiert Lessing Antisemitismus, Toleranz und Humanität. Das „ernste Lustspiel“, geschrieben 1749, gilt als Vorstufe und komisches Gegenstück zu „Nathan, der Weise“. In dem von Ö1 und NDR 2016 koproduzierten Hörspiel wirken Michael Maertens, Peter Matić, Cornelius Obonya u.a. mit, Musik: Peter Kaizar, Regie: Leonhard Koppelmann.

Ö1-Projekt „#HowtobeAustrian“ (Kategorie: Digital Audio)

In der Kategorie „Digital Audio“ wurde das von Elisabeth Stratka und Nadja Hahn initiierte Ö1-Projekt „#HowtobeAustrian“ nominiert. #HowtobeAustrian ist eine Multimediaaktion, die von Jänner bis Mai 2016 auf den Ö1-Social-Media-Kanälen stattgefunden hat, gleichzeitig haben im Radio mehrere Ö1-Sendungen und auch FM4 das Thema übernommen, im TV hat „Wien heute“ mitgemacht. Die Ö1-Aktion ist eine Reaktion auf die Debatte, dass Flüchtlinge sich in Österreich anpassen sollen. An „uns“ und unsere Werte. Aber was sind unsere Werte? Wer und wie sind wir eigentlich? Wodurch entsteht das „Wir-Gefühl“ und muss man österreichisch sein, um sich in Österreich zu Hause zu fühlen? Die Diskussion übers österreichisch-Sein kann leicht in Klischees abdriften. Aber gerade das zeigt, wie absurd die Debatte ist. Definieren wir uns wirklich über Schnitzel, Grant und Schmäh? Österreich ist keine Konstante, die es zu beschützen gilt. Österreich ist seit jeher ein Einwanderungsland und verändert sich durch die Menschen, die hier leben. „Neue“ und „alte“ Österreicher/innen halten uns in der Ö1-Aktion #HowtobeAustrian einen Spiegel vor.

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