„matinee“ am 4. September: Neue Folge „Orte der Kindheit“ mit Maria Happel, Doku über Neuinszenierung der „Staatsoperette“

Wien (OTS) - In der ORF-Reihe „Orte der Kindheit“ begleitet Peter Schneeberger interessante Persönlichkeiten aus Kunst und Kultur zu ihren familiären und künstlerischen Wurzeln: Die erste von drei neuen Folgen, die in der „matinee“ am Sonntag, dem 4. September, um 9.05 Uhr in ORF 2 zu sehen ist, ist Burgschauspielerin und Regisseurin Maria Happel gewidmet. Anschließend werfen Madlene Feyrer und Markus Greussing bei den Bregenzer Festspielen einen Blick hinter die Kulissen der neuen Bühnenfassung des Skandalwerks „Staatsoperette“, die dort ihre Uraufführung feierte und ab 13. September in Kooperation mit der Neuen Oper Wien im Theater Akzent zu sehen ist. Die Dokumentation beleuchtet auch die Geschichte des Werks. Eine Aufzeichnung aus Bregenz ist am Freitag, dem 9. September, um 19.30 Uhr in Ö1 zu hören.

„Orte der Kindheit – Maria Happel“ (9.05 Uhr)

Peter Schneeberger geht gemeinsam mit Maria Happel auf Spurensuche an die Orte ihrer Kindheit. Er entlockt der Schauspielerin das Geheimnis ihres Orgelspiels, singt ABBA-Songs im Duett, erlebt eine Niederlage im Tischtennis-Match und bekommt eine Nassrasur im elterlichen Frisiersalon. Die Reise in die Vergangenheit ist aber auch eine Begegnung mit dem hochtalentierten Kind Maria, das mit einem absoluten Gehör gesegnet war, das am Klavier und der Kirchenorgel keinen Lehrer brauchte, das schon sang und spielte, als es kaum laufen konnte. Maria war eine geborene Entertainerin und es gab keine Party, kein Familienfest ohne ihre Unterhaltungskünste.
Vielleicht hätte sie ihr Dorf, ihre Kirchenorgel und die geliebte Familie nie verlassen, wenn es die Schulaufführung von Brechts „Kaukasischem Kreidekreis“ nicht gegeben hätte. Maria Happel war zwölf, als sie zum ersten Mal spürte: Die Schauspielerei könnte ihre Berufung sein!
Regie bei dieser Folge von „Orte der Kindheit“ führte Ute Gebhardt.

„Die Staatsoperette – Eine Polit-Satire als Kunstskandal“ (9.35 Uhr)

Die Polit-Satire „Staatsoperette“ von Franz Novotny und Otto M. Zykan wurde bereits im Vorfeld ihrer Uraufführung 1977 in beispielloser Weise skandalisiert. Auf Grund der vehementen Proteste konnte sie anstatt wie geplant am 26. Oktober, dem österreichischen Staatsfeiertag, erst am 30. November der Öffentlichkeit vorgeführt werden und sorgte wohl für einen der größten Skandale eines musiktheatralischen Werkes in der Zweiten Republik. Die groteske, provokative und zynische Auseinandersetzung mit verdrängten historischen Ereignissen der ersten Republik evozierte einen parlamentarischen Eklat, Massenanklagen, Drohanrufe sowie die Exkommunikation der Urheber durch den damaligen Erzbischof Berg. Eine derartige Veralberung von Heimat und Kirche war man nicht gewohnt – heute wäre sie wohl nicht mehr als eine TV-Groteske. Allen Befürchtungen zum Trotz überlebte die österreichische Demokratie den Skandal: Die Neue Oper Wien und die Bregenzer Festspiele zeigten im Sommer die Uraufführung der bereits damals vom Komponisten Otto M. Zykan geplanten Bühnenfassung in einer Bearbeitung von Michael Mautner und Irene Suchy.
Die Dokumentation wirft nicht nur einen Blick hinter die Kulissen der neuen Bühnenfassung und deren Realisierung in Bregenz, sondern geht zugleich der historischen Bedeutung der Staatsoperette auf den Grund.

Die Sendungen der „matinee“ sind nach der TV-Ausstrahlung auf der Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) als Video-on-Demand abrufbar und werden auch als Live-Stream angeboten.

Das gesamte TV-Angebot des ORF – ORF eins, ORF 2, ORF III sowie ORF SPORT + – ist auch im HD-Standard zu empfangen. Alle Informationen zum ORF-HD-Empfang und zur Einstellung der neuen HD-Angebote finden sich auf der Website hd.ORF.at, die ORF-Service-Hotline 0800 / 090 010 gibt kostenfrei aus ganz Österreich persönliche Hilfestellung.

Rückfragen & Kontakt:

http://presse.ORF.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRF0011