Wohlmuth: Bonus-Malus-System bleibt auf der Tagesordnung!

Arbeitslosigkeit bei Älteren mit einem Anstieg von 5,9 Prozent weiterhin überdurchschnittlich hoch – Pensionistenverband fordert: Mehr Jobs und gesunde Arbeitsplätze für jedes Alter!

Wien (OTS) - „Dass immer mehr Menschen 50+ in Beschäftigung sind und Österreich damit bei den vereinbarten Beschäftigungsquoten im Plan liegt, zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind und die gesetzten Maßnahmen ihre Wirkung immer stärker entfalten. Aber wir dürfen hier jetzt keinesfalls ‚lockerlassen‘. So lange die Arbeitslosigkeit bei der Generation 50+ steigt und steigt, so lange Ältere von ihren Firmenchefs noch immer in die Frühpension gemobbt oder gedrängt werden, so lange man mit 50+ als ‚zu alt für den Arbeitsmarkt‘ gilt und so lange unsere Beschäftigungsquoten im EU-Schnitt noch immer hinterherhinken, so lange müssen wichtige, geplante Reformen wie das Bonus-Malus-System auf der Tagesordnung bleiben!“, betont Andreas Wohlmuth, Generalsekretär des Pensionistenverbandes Österreichs (PVÖ) zu den aktuellen Arbeitsmarktdaten. ****

„Wir müssen Anreize schaffen, damit die Firmen wieder mehr Personal einstellen, Ältere beschäftigen und ihrer Ausbildungsverpflichtung nachkommen! Durch Bonifikationen, durch eine Senkung der Lohnnebenkosten mittels Wertschöpfungsabgabe aber auch durch Sanktionen, wenn Betriebe ihrer sozialen Verantwortung nicht nachkommen“, stellt Wohlmuth klar.

Pensionistenverband fordert: Mehr Jobs und gesunde Arbeitsplätze für jedes Alter!

+ Schulungs-Bonus 50+ als finanziellen Anreiz für Firmen, die ältere MitarbeiterInnen aus- oder weiterbilden!

+ Wirksameres und früheres Bonus-Malus-System. Betriebe, die ältere Menschen beschäftigen oder aus der Langzeitarbeitslosigkeit herausholen, müssen stärker gefördert werden.

+ Ausdehnung des Kündigungsschutzes. Ältere dürfen im Krankenstand nicht gekündigt werden.

+ Gesetzliche Verankerung eines umfassenden Pensions- und Beschäftigungsmonitorings aufgeschlüsselt nach Branchen, Regionen und Betriebsgrößen unter Einbeziehung des gesamten öffentlichen Sektors! Der Gesetzestext ist fertig!

+ Erhöhung des faktischen Pensionsantrittsalters, mit gesunden Arbeitsplätzen und -bedingungen, einer verpflichtenden betrieblichen Gesundheitsvorsorge und einem Schwerpunktprogramm "Burn-Out-Vorsorge" durch verstärkten Einsatz von Arbeitspsychologen!

+ Bonifikationen für Firmen, die es Frauen ermöglichen über das Regelpensionsalter (60 Jahre) hinaus zu arbeiten.

+ Rasche und konsequente Umsetzung der Ausbildungspflicht für Jugendliche bis zum 18. Lebensjahr!

+ Schaffung einer Wertschöpfungsabgabe für die Finanzierung des Sozialstaates. Faktor Arbeit muss entlastet, der Faktor Kapital stärker einbezogen werden. Durch die Wertschöpfungsabgabe könnte der Arbeitgeberbeitrag zum Familienlastenausgleichsfonds von derzeit 4,5 Prozent aufkommensneutral auf 2,5 Prozent gesenkt werden. Durch diese Lohnnebenkosten-Senkung könnten mittelfristig – wie eine WIFO-Studie ergab – 21.000 neue Arbeitsplätze geschaffen werden!

+ Gesetzlich verpflichtendes Best-Bieter-Prinzip mit Sozialkriterien für ALLE öffentlichen Aufträge. Firmen, die Lehrlinge ausbilden und Ältere beschäftigen, dürfen keinen Wettbewerbsnachteil haben!

+ Nationale und europäische Investitionen zur Ankurbelung des Wirtschaftswachstums.

(Schluss)

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