Neues Volksblatt: "Angst aus Neid" von Harald GRUBER

Ausgabe vom 1. September 2016

Linz (OTS) - Die Angst vor weiterer Ausländer-Zuwanderung nach Österreich ist weniger Terror-befeuert als vielmehr Neid-befeuert. Dieser Befund ergibt sich nach Durchsicht der Detail-Ergebnisse im neuen Integrationsbericht. Am ehesten als anfällig für Ausländerfeindlichkeit entpuppen sich in dieser Analyse nämlich Senioren ab 60, Schlechtverdiener und Arbeitslose — zusammengefasst also Personenkreise, die auf ein sicheres Sozialsystem setzen (müssen) und durch die Zuwanderung diese Felle dahinschwimmen sehen. Weniger anfällig sind laut Datenlage junge Österreicher mit guter Ausbildung sowie Menschen, in deren alltäglichem Umfeld Migranten keine Besonderheit mehr darstellen (speziell Stadtbewohner).
Daraus lassen sich mehrere Maßnahmen ableiten, die jetzt dokumentierten Angstzustände in Österreichs Bevölkerung abzubauen. Es braucht demnach Gerechtigkeit im sozialen Gefüge, Qualifikations-Offensiven und ein Aufbrechen bislang abgeschotteter Migranten-Biotope.
Allen Unkenrufen zum Trotz ist die SPÖ-ÖVP-Koalition sehr wohl gespickt mit Personen, die den Blick auf Realitäten und Notwendigkeiten nicht verloren haben. Dafür sprechen Bestrebungen, den Ausländer-Anspruch auf Sozialleistungen an deren Beiträge zu koppeln, von Jugendlichen bis zum 18. Lebensjahr eine Bildungskarriere zu verlangen und beginnend mit einem Verbot des Vollschleiers bestehende Parallelgesellschaften aufzubrechen.

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