Mammut, Gräberfelder und keltische Keramiköfen: Archäologische Funde sind keine Seltenheit auf ASFINAG-Baustellen

Wien (OTS) - Der Fund von Überresten eines Mammuts bei ASFINAG-Bauarbeiten auf der A5-Baustelle bei Bullendorf ist mit Sicherheit eine wissenschaftliche Sensation – ganz ungewöhnlich sind archäologisch interessante Funde jedoch nicht. „Die Vergangenheit ist beim Autobahn-Neubau unsere Gegenwart. Archäologische Voruntersuchungen, Literatur-Recherche und Probegrabungen sind absoluter Standard. Wir unternehmen alles, damit solche wissenschaftliche Fundstücke nicht zerstört werden. Die zwei Stoßzähne dieses Mammuts sind der jüngste Fund in einer ganzen Reihe von faszinierenden Entdeckungen auf ASFINAG-Baustellen“, bestätigt ASFINAG-Geschäftsführer Alexander Walcher.

An der S 10 Mühlviertler Schnellstraße etwa legten Archäologen ein 3.200 Jahre altes Gräberfeld aus der Hallstattzeit frei. Sogar eine Grabkammer aus Granitstein wurde gefunden. Siedlungsreste und Gräber beginnend vom Neolithikum bis in die Bronzezeit förderten Experten des Bundesdenkmalamtes im Zuge des Baus der S 1 Wiener Außenring Schnellstraße 2002 zu Tage. Das 70.000 Quadratmeter umfassende Grabungsareal wurde bereits vor der eigentlichen Bautätigkeit durch Feldbegehungen und Luftbildaufnahmen entdeckt. Im Rahmen einer Rettungsgrabung im Jahre 2003 wurden im Zuge der Errichtung der A 6 Nordost Autobahn die Hinterlassenschaften eines frühbronzezeitlichen Gräberfeldes und einer keltischen Siedlung geborgen.

Archäologische Untersuchungen bei Autobahn-Neubauten gehören zum ASFINAG-Standard: Beginnend von der Recherche über die Prospektion, bei der Archäologen Erkundungen und Erfassungen von bestimmten Gebieten vornehmen, bis hin zu Luftbildflügen: die ASFINAG unterstützt die Wissenschaftler dabei nach allen Kräften – oft werden die archäologischen Begleitmaßnahmen im Rahmen von Behördenverfahren festgelegt. Meistens erfolgen die eigentlichen Grabungen händisch. Beim Mammut-Sensationsfund in Mistelbach betätigten sich die ASFINAG-Mitarbeiter sogar selbst als moderne „Indiana Jones“ und unterstützten die Wissenschaftler bei der mehrtägigen Grabung. Schlussendlich machen ASFINAG und Bundesdenkmalamt diese Funde der Öffentlichkeit im Rahmen von Ausstellungen vor Ort zugänglich

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