AK Präsident Kaske verlangt mehr Vernunft und Fakten in der Politik

Aufklärung 2.0 bei den Alpbacher Wirtschaftsgesprächen

Alpbach (OTS) - „Die Aufklärung 1.0 im 17. und 18. Jahrhundert hat den Anspruch erhoben, die Vernunft als universelle Urteilsinstanz in den Mittelpunkt zu stellen“, sagte AK Präsident Rudi Kaske anlässlich der Eröffnung der Alpbacher Wirtschaftsgespräche. Nachdem das Erbe der Aufklärung 1.0 an Wirkungskraft verliert, fordert er eine Aufklärung 2.0. Diese soll „eine Rückbesinnung auf die vernunft- und faktengeleitete Politik mit sich bringen“, so Kaske.

Bei den Kollektivvertragsverhandlungen funktioniere die faktenbasierte Politik bis heute. In anderen Bereichen aber dominieren Vorurteile, Aberglaube und interessensgetriebene Stimmungsmache, die nicht auf Fakten basiert. „Zum Bespiel wird immer wieder die fehlende Wettbewerbsfähigkeit des Industrieorts beklagt“, so Kaske. Dabei liege die Industrieproduktion in Österreich um rund 20 Prozent über dem Tiefpunkt, den sie in der Wirtschaftskrise 2009 erreicht hat. Auch das Vorkrisen-Niveau hat die Produktion in Österreich schon weit überschritten. „In Deutschland ist das in diesem Ausmaß noch nicht gelungen“, erklärte Kaske.

In Österreich gibt es aus seiner Sicht zahlreiche Herausforderungen: Etwa die Lage auf dem Arbeitsmarkt, die großen Veränderungen infolge der Digitalisierung und auch die Integration von Flüchtlingen. „Wichtig ist mir, unaufgeregt, lösungsorientiert und mit Blick auf die Daten und Fakten die bestehenden Probleme anzugehen.“ Denn auf dieser Basis würden sich die Herausforderungen gut bewältigen lassen. „Es gilt an die Zukunft positiv heranzugehen“, sagte Kaske.

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