Zentralmatura – Stronach/Lugar: Denn sie wissen nicht, was zu tun ist

Kein Verstecken hinter „Expertenmeinungen“ – Minister sollen Interpellationsrecht ernst nehmen und den Abgeordneten klar Rede und Antwort stehen!

Wien (OTS) - „Bei der Zentralmatura gibt es ganz massive regionale Unterschiede. Die zu bekämpfen wird aber nicht gelingen, solange das Bildungsministerium die Daten nur oberflächlich auswertet und nicht weiß, was zu tun ist“, kommentiert Team Stronach Klubobmann und Bildungssprecher Robert Lugar die Beantwortung seiner Anfrage durch die Ministerin. Gleichzeitig mahnt Lugar die Minister, „das Interpellationsrecht wieder ernst zu nehmen!“

Schon die Bundesländer-Auswertung zeigte, dass bei den AHS etwa in Englisch in Oberösterreich 3,9 Prozent Nicht genügend gab, aber 7,7 Prozent in Tirol. In Deutsch gab es mit 2,6 Prozent die wenigsten „Fleck“ in Kärnten, in Vorarlberg waren es 7,7 Prozent. Extrem waren die Unterschiede bei Mathematik: 13,4 Prozent Durchfallsquote zum Haupttermin in Oberösterreich, aber 33,2 Prozent in Vorarlberg; nach der Kompensationsprüfung waren es 8,4 Prozent. „Bei einer standardisierten Prüfung ist das eine Ohrfeige für unser Bildungssystem. Ganz offensichtlich wird in einigen Regionen das Lernziel nicht erreicht!“, so Lugar.

Völlig unverständlich ist für Lugar, dass nur die Bundesländer gesamt aufgelistet wurden, nicht aber die einzelnen Schulen. „Wie will Bildungsministerin Hammerschmid gezielt das Niveau heben, wenn sie nicht weiß, welche Schulen die Lehrziele nicht erreichen, während andere sie wohl übertreffen?“, fragt Lugar und kritisiert, „dass hier auf Kosten der Zukunft der Schüler schlampig gearbeitet wird!“

Dies sei allerdings bei den Anfragebeantwortungen auch in anderen Ressorts zu bemerken: „Statt genaue Daten zu erhalten, werden die Anfragesteller immer öfter mit Stehsätzen abgefertigt“, erklärt Lugar. Zumeist sei dann zu lesen, dass Experten genaueres statistisches Material für nicht nötig halten. „Die Minister sollen nicht ständig ihre Arbeitsleistung hinter Expertenzitaten verstecken, sondern das Interpellationsrecht ernst nehmen und den Abgeordneten klar Rede und Antwort stehen!“, mahnt der Team Stronach Klubobmann.

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