Flüchtlinge: Integration gelingt durch soziales Jahr

Seiser: Heiß-Luftballons von BM Kurz wie Ein-Euro-Jobs erfüllen zwar Schlagzeilensucht, tragen aber wenig zu Problemlösung und schon gar nicht zu tatsächlich gelingender Integration bei.

Klagenfurt (OTS) - Die stärkere und umfassendere Forcierung des von LH Peter Kaiser schon vor geraumer Zeit gemachten Vorschlages, Asylberechtigte durch die Teilnahme am sozialen Jahr in die Gesellschaft zu integrieren, anstatt mit unausgegorenen Ideen wie jener der Ein-Euro-Jobs vom eigenen Versagen in punkto Integration abzulenken, fordert heute Kärntens SPÖ-Klubobmann LAbg. Herwig Seiser von BM Kurz.

„Die ständigen Versuche des zum Ankündigungsminister mutierten Kurz mit mehr oder weniger heißer Luft gefüllte Ideen-Ballone steigen zu lassen, bringen ihm zwar Schlagzeilen, von echter Problemlösungskompetenz sind sie aber meilenweit entfernt“, macht Seiser deutlich.

Dabei sei eine nachhaltige, ausgereifte und erfolgsversprechende Integrationsmaßnahme bereits vorhanden. „Mit dem auf LH Kaiser Vorschlag der Ausweitung des sozialen Jahres auf Asylberechtigte basierenden Integrationsjahr gibt es ein praxistaugliches Instrument, von dem sowohl asylberechtigte Menschen als auch die einheimische Bevölkerung profitieren können. Auf die Forcierung dieser vorhandenen Integrationsmaßnahme sollte sich Kurz konzentrieren“, fordert Seiser.

Das Integrationsjahr ermöglicht asylberechtigten Menschen durch gemeinnützige Tätigkeiten bei einer Organisation nach dem Freiwilligen- und Zivildienstgesetz nicht nur das Kennenlernen und Ausüben von Tätigkeiten und damit die Erleichterung für einen Einstieg in das Arbeitsleben. Gleichzeitig erlernen sie sowohl die deutsche Sprache als auch unsere gesellschaftlichen Gepflogenheiten, rechte und Pflichten. „Und, die Österreicherinnen und Österreicher haben einen unmittelbaren Nutzen“, erklärt Seiser.

Für den SPÖ-Klubobmann berge die Idee verpflichtender Ein-Euro-Jobs nicht einschätzbare Gefahren. Schwer nachzuvollziehen sei auch der Gedanke damit eine funktionierende Integration erzwingen zu können. „Oder hat die ÖVP überhaupt ganz anderes im Sinn und will ihrer Wirtschaftsklientel zu massenhaft Billigst-Arbeitskräften verhelfen, indem sie über Kurz oder Lang per Lohn Dumping auch Österreicherinnen und Österreicher zu Niedriglohnempfängern machen will“, so Seiser abschließend.

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