KAV-Spitäler: Ärztekammer beschließt Kampfmaßnahmen bis hin zum Streik

Szekeres: „Werden alle Eskalationsstufen des demokratischen Protests nutzen“

Wien (OTS) - Die Kurie angestellte Ärzte der Ärztekammer für Wien hat sich in ihrer Sitzung heute, Mittwoch, mehrheitlich mit nur einer Gegenstimme für Kampfmaßnahmen im Wiener Krankenanstaltenverbund (KAV) ausgesprochen. Damit soll „der Ernst der Lage hinsichtlich der medizinischen Versorgung der Patientinnen und Patienten in den Häusern des KAV“ zum Ausdruck gebracht werden, hieß es seitens der Ärztekammer. ****

Für die Mandatare der Kurie war das Ergebnis der Streikbefragung, wonach sich 92,78 Prozent der Ärztinnen und Ärzte des KAV für Kampfmaßnahmen ausgesprochen haben, „eindeutig“. Man fühle sich sowohl im Sinne der Kollegenschaft als auch der Patienten verpflichtet, weiteren Druck auf die Verantwortlichen im KAV-Management und die Stadt Wien auszuüben.

Wichtiger Schritt auf einem langen Weg

Für Ärztekammerpräsident Thomas Szekeres ist dieser Beschluss ein erster wichtiger Schritt auf einem möglicherweise langen Weg: „Wir raten mit Nachdruck Stadträtin Sonja Wehsely und KAV-Generaldirektor Udo Janßen, ihre derzeitige Strategie der Ignoranz gegenüber den Anliegen der Ärzteschaft und der Patienten zu überdenken. Wir werden, wenn nötig, alle Eskalationsstufen des demokratischen Protests nutzen.“

Die jüngsten Aussagen Wehselys in einem Interview mit dem „Kurier“, wonach sie lediglich davon ausgehe, dass der KAV den Pakt gemäß der Vereinbarung umsetze, zeigten jedenfalls, dass sie selbst wirklich sicher sagen könne, ob der ihr unterstehende KAV tatsächlich auch alle Rahmenbedingungen der Vereinbarung einhalte. „Vielleicht sollte die Stadt hier eine interne Revision durchführen und endlich die Warnungen der Ärzteschaft ernst nehmen“, so Szekeres abschließend. (hpp/ast)

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