SVA in Alpbach: Erstmals wissenschaftliche Daten zu Prävention im Kindesalter

Finanzielle Anreize erhöhen die Teilnahme an Vorsorgeprogrammen

Wien (OTS) - Die Sozialversicherung der gewerblichen Wirtschaft (SVA) hat das Pilotprojekt „Gesundheits-Check Junior“ gestartet, um bereits im Kindesalter ein Bewusstsein beispielsweise für gesunde Ernährung, Bewegung und den gesunden Körper zu schaffen. Diese Initiative wurde wissenschaftlich von Ökonomen der JKU Linz und der Universität Innsbruck begleitet. Im Rahmen der Gesundheitsgespräche beim Forum Alpbach wurden die Ergebnisse präsentiert. Die Referenten und Diskutanten des Panels waren Mag. Alexander Herzog, Obmann-Stellvertreter der SVA, Univ.-Prof. Dr. Gerald Pruckner von der Johannes Kepler Universität Linz (JKU), Prof. Berit L Heitmann, PhD vom Parker Institute and University of Copenhagen sowie Univ.-Prof. Dr. Petra Apfalter, Dekanin der medizinischen Fakultät der JKU Linz.

„Sinnvolle Vorsorge muss schon im Kindesalter beginnen, deshalb haben wir uns entschlossen, dieses wichtige Pilotprojekt zu starten und setzten dabei von Anfang an auf eine enge Kooperation mit der Ärztekammer“, erklärte Mag. Alexander Herzog, Obmann-Stellvertreter der SVA. Das Projekt sei zu Beginn „ein Blindflug“ gewesen, weil es keinerlei Erfahrungswerte im Bereich der Kinder- und Jugendprävention gab. Heute haben wir erstmals wissenschaftliche Daten zu Prävention im Kindesalter. Mit Blick auf diese Daten haben wir sehr viel über die Zielgruppe Kinder/Jugendliche gelernt. Die Erkenntnisse der Evaluierung wurden bei der Erarbeitung des Gesundheits-Check Junior berücksichtigt, der nun österreichweit ausgerollt wird“, so Herzog. „Das Ziel ist, die Teilnahmequote an diesem neuen Angebot kontinuierlich zu erhöhen und damit einen wichtigen Beitrag zu mehr Gesundheit im Kindes- und Jugendalter zu leisten.“

Finanzielle Anreize als Turbo für Vorsorgeangebote?

Univ.-Prof. Dr. Gerald Pruckner von der Johannes Kepler Universität Linz führte im Rahmen der Panel-Diskussion durch die Detailergebnisse der Evaluierung und zog erste Rückschlüsse für die Zukunft. „Wir verzeichnen eine Korrelation zwischen Gesundheitsverhalten (Ernährungsgewohnheiten, Alkoholkonsum, …) und der Zahl an Auffälligkeiten in der klinischen Untersuchung.“ „57% der Kinder haben eine oder mehrere medizinische Auffälligkeiten“, wobei Allergien die am häufigsten genannte Problemlage seien. Bei Mädchen sei auch Untergewicht ein deutliches Thema, und rund 14 % würden Probleme bei Zahngesundheit aufweisen.
Sehr stark sei in der Analyse erkennbar, dass finanzielle Anreize die Teilnahme am „Gesundheits-Check Junior“ deutlich erhöht habe. Weiters belegt werden konnte, dass Screening-Programme Kinder aus Familien mit niedrigem sozio-ökonomischen Status stärker unterstützt.

Prof. Berit L Heitmann, PhD vom Parker Institute and University of Copenhagen zeigte in ihrem Vortrag einen europaweiten Überblick über den Status der Kindergesundheit. Es sei eine deutliche Zunahme von Asthma und Allergieerkrankungen wahrnehmbar und Übergewicht sei eine weiterhin wachsende Problematik: „Übergewicht bei Kindern ist eine der größten Herausforderungen für das 21. Jahrhundert.“ Heitmann präsentierte weiters Zusammenhänge zwischen Stress und dem Ernährungsverhalten. Prof. Berit L Heitmann bestätigt die Notwendigkeit von Screening-Programmen als wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Gesundheit.

Univ.-Prof. Dr. Petra Apfalter, Dekanin an der Meduni Linz, stellte fest, dass Prävention als Ausbildungsbestandteil im Rahmen des Medizinstudiums forciert werden muss. Dementsprechend sei eine entsprechende Kompetenzvermittlung ein wichtiges Ziel in der wissenschaftlichen Lehre der Meduni Linz.

SVA – Sozialversicherung der gewerblichen Wirtschaft

Die SVA ist der Sozialversicherungsträger für Österreichs Selbständige und betreut als Gesundheitsversicherung rund 792.000 Kunden. Als gesetzliche Pensionsversicherung ist die SVA für 427.000 Versicherte zuständig. Nach dem Motto „Gesund ist gesünder“ setzt die SVA verstärkt auf Prävention und bietet ihren Versicherten spezielle Vorsorgeprogramme (zum Beispiel: „Selbständig Gesund“) an.

Weitere Bilder unter: http://www.apa-fotoservice.at/galerie/8069/

Rückfragen & Kontakt:

Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft (SVA)
Daniela Klinser, MSc.
Tel.: 05 08 08/3452
E-Mail: daniela.klinser@svagw.at
http://www.svagw.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SVA0001