Korosec: Natürlich brauchen Senioren mehr als die 0,8 Prozent! Verhandlungstermine seit Wochen vereinbart!

Forderungen der Senioren bekannt. Ergebnisse werden am Verhandlungstisch erzielt!

Wien (OTS) - „Brauchen die Seniorinnen und Senioren am 1. Jänner 2017 mehr als die gesetzlich vorgesehenen 0,8 Prozent Teuerungsabgeltung? Selbstverständlich! Weil das seit Wochen klar ist, sind auch schon seit Wochen die Verhandlungstermine mit den zuständigen Ministern fix vereinbart. „New Deal“ bedeutet dabei für uns: Inhalte und Fakten gut vorbereiten, hart verhandeln, Verhandlungsergebnisse wirklich umsetzen“, erklärt LAbg. Ingrid Korosec, Bundesvorsitzende des Österreichischen Seniorenbundes anlässlich der dazu seit vergangener Woche laufenden Diskussionen.

„Natürlich sind die Vereinbarungen des Pensionsgipfels vom 29. Februar umzusetzen. Natürlich ist die Ausgleichszulage für alle mit zumindest 30 Pensionsversicherungsjahren auf 1.000,- Euro anzuheben. Da warten wir dringend auf die Gesetzesentwürfe. Natürlich ist das Pflegegeld laufend an die gestiegenen Kosten anzupassen – das hilft im Übrigen nicht nur den Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen sondern im Falle der Heimunterbringung auch Ländern und Gemeinden. Alles andere muss in den vereinbarten und fixierten Verhandlungen geschehen. Geld für die Senioren-Anliegen ist im Übrigen vorhanden:
So wurden allein im Vorjahr rund 500 Millionen weniger für Pensionen ausgegeben, als noch im Jahr davor budgetiert“, betont Korosec, und legt gerne erneut die längst öffentlichen Forderungen des Seniorenbundes vor:

+ 1.000,- Euro Ausgleichszulage (sog. Mindestpension) für alle, die zumindest 30 Pensionsversicherungsjahre vorweisen können – wurde beim Pensionsgipfel vereinbart, ist endlich zu beschließen.

+ Ab 2017 wird allen Kleinpensionisten (brutto unter 1.068,-Monatspension) automatisch die Steuergutschrift (sog. Negativsteuer) in der Höhe von bis zu 110,- Euro jährlich automatisch und antragslos überwiesen. Für dieses Jahr können per Antrag bis zu 55,- Euro erreicht werden – lassen Sie das Geld nicht liegen, holen Sie es ab.

+ 2017 wird die „Kalte Progression“ noch nicht zuschlagen, weil die Teuerungsraten und damit die Anpassungen gering sind. Doch für 2018 muss eine Regelung gefunden werden, um künftig die Steuerstufen automatisch anzuheben. Hier unterstützen wir die Pläne des Finanzministers.

+ Weiterhin erhalten Personen im Jahr nach Pensionsantritt – also diesmal alle, die an irgend einem Tag im Jahr 2016 ihre Pension angetreten haben – keine Teuerungsabgeltung. Wir verlangen hier eine Neuregelung mit Aliquotierung der ersten Teuerungsabgeltung. Das heißt anhand eines konkreten Beispiels: Wer 2016 ein halbes Jahr in Pension war, muss 2017 zumindest die halbe Teuerungsabgeltung erhalten.

+ Gebühren-Stopp in ganz Österreich: Der Bund macht es vor und hat erneut auf „automatische“ Gebührenerhöhungen verzichtet. Dies verlangen wir auch von Ländern und Gemeinden, vom ORF, von Banken und Versicherungen. Wenn die Kosten für eine Leistung steigen, so können Gebühren wohl im selben Umfang angehoben werden. Aktuell verzeichnen wir aber immer häufiger Gebührenerhöhungen, die sogar bei sinkenden Leistungskosten stattfinden. Mit diesem „Körberlgeld“ auf dem Rücken der Bürgerinnen und Bürger muss Schluss sein!“

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