TKG verurteilt den barbarischen Anschlag in Türkei-GAZIANTEP

So kann es nicht weiter gehen. Eine Abkehr von dieser negativen Spirale aller Parteien durch die Antwort "Frieden in allen Bereichen" ist in der Türkei notwendiger denn je.

Wien (OTS) - Die Türkische Kulturgemeinde Österreich (TKG) ist in diesen Stunden mit den Gedanken bei den Angehörigen der Todesopfer und den Hunderten Verletzten, die bei der jüngsten Anschlagsserie in der Stadt Gaziantep in der Türkei durch einen barbarischen Terroranschlag ums Leben gekommen sind.

IS Sümpfe durch vorsätzliche Unterstützung

Die dafür Verantwortlichen sind höchstwahrscheinlich jene, die auch von den türkischen Behörden als IS-Terroristen verifiziert wurden, die in der Türkei seit dem Syrien-Krieg ihre Sümpfe besonders in der Stadt Gaziantep und Umgebung aufgebaut haben und vorsätzlich leider unterstützt wurden.

IS: Erorberung Konstantiniyye

Faktum ist, dass es von unterschiedlichen Seiten Interesse gibt, die Türkei ins Chaos zu stürzen. Die Oppositionsparteien haben auch heute viele Informationen geteilt, dass in der Stadt Gaziantep eine Hochburg des IS entstanden ist und sogar viele Bezirke unter der Kontrolle vom sog. Islamischen Staat (IS) sind. Das kann nicht so weiter gehen, weil hier dieses Gebiet ein Knotenpunkt für Europa und auch für Österreich, gerade als Hinterland, geworden ist. Und das letzte Ziel des IS ist, ein Kalifat mit Hauptstadt Istanbul zu gründen. Dafür bringt der IS seit drei Jahren eine Zeitschrift in türkischer Sprache mit dem Titel "Erorberung Konstantiniyye" (Kontsantiyye´nin Fethi) heraus. Wenn im IS eine Abspaltung mit einer türkischen IS-Gruppe zu Stande kommt, dann kommen die echten Probleme in die Türkei und nach Europa. Wir warnen.

Selbsternannte Deradikalisierungsspezialisten

In Österreich und in Europa versucht der IS fleißig weiterhin, besonders sunnitische und alevitische Familien und Kinder, die ziemlich labil sind, durch salafistisch-wahabitische Konfessionen des Islam zu gewinnen, wo besonders in Österreich die deradikalisierenten Stellen sehr schwach sind, weil sie durch die politische Freunderlwirtschaft von Aktivisten und "selbst ernannten Beratern" oder als "Feuerlöscher auftretende Brandstifter", die aus diesem Geschäft per se Geld verdienen, auch nicht leistungsorientiert arbeiten, sondern sich selbst profilieren. Viele sunnitische und alevitische Familien in Österreich und besonders in Wien haben sich bei der Türkischen Kulturgemeinde in Österreich darüber beschwert, dass ihre Kinder verloren gegangen sind.

Ziel: Türkei afghanisieren, irakisieren bzw. syrisieren

Nicht nur in Gaziantep, sondern in mehreren Städten in der Türkei sind IS-Hochburgen durch salafistisch-wahabitische IS-Strömungen vorhanden, die einfach bereit sind, in einem Bürgerkrieg in der Türkei genauso terroristische Aktivitäten auszuüben wie im Irak und Syrien. Kurz: Man will die Türkei syrisieren bzw. irakisieren, wie man es bereits bei den Städten Afghanistan und Pakistan gemacht hat.

Türken und Kurden sind Brüder seit 1000 Jahren

Weder die Türken sind Feinde der Kurden, noch die Kurden Feinde der Türken und das schon seit 1000 Jahren. Das will man die ganze Zeit propagieren, wobei man nur durch Brüderlichkeit und eine friedliche Politik ohne Hetze etwas dagegen machen kann.

Alle Parteien in der Türkei müssen jetzt gegen diese Hetze, die als Ziel hat, Türken gegen Kurden und Kurden gegen Türken aufzuhetzen und damit einen Bürgerkrieg zu verursachen, durch Frieden eine Antwort geben.

Säkulare Verfassung in der Türkei mit Demokratie stärken

Die Türkische Kulturgemeinde Österreich wünscht allen politischen Verantwortlichen den Weitblick und die Erkenntnis, dass die Saat des Hasses und des Konfliktes in der Ungerechtigkeit liegt.

Das Resultat von blindem Fundamentalismus durch einen politisierten Islam und die Instrumentalisierung der Religion durch die Politik wird noch mehr Tote produzieren. Das Ziel sollte sein, die säkulare Verfassung der Türkei mit noch mehr demokratischen Gesetzen und die sterile Gewaltenteilung zu stärken, und als Beamte sollten nicht mehr Sektenbrüder, egal aus welcher islamischen Rechtsschule sie stammen, eingesetzt werden, sondern sie sollten den Verdienst (Liyakat) leisten und dafür die notwendige Bildung und Erfahrung haben.

Wir wünschen den Verletzen eine baldige Genesung und den Hinterbliebenen der Opfer viel Kraft in diesen schweren Stunden.

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Dr. Melissa Günes
Generalsekretärin
Türkische KULTURgemeinde in Österreich
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