ARBÖ empfiehlt: Rechtzeitig den Schulweg üben!

Kinder, die ab September in die Schule kommen oder in eine andere Schule wechseln, sollten schon in den Ferien gemeinsam mit den Eltern den neuen Schulweg festlegen und üben.

Wien (OTS) - In wenigen Wochen enden die heurigen Sommerferien. Die Schultasche steht schon bereit und die Vorbereitungen für den Schulstart laufen. Nun ist es höchste Zeit, gemeinsam mit dem Kind den sichersten Weg in die Schule festzulegen und zu üben. Taferlklassler müssen erstmals den Schulweg erlernen, doch auch ältere Kinder sollten den Weg zur Schule wieder auffrischen. Denn die Statistik zeigt eindeutig: je älter die Kinder sind, desto größer ist das Risiko im Straßenverkehr zu verunglücken, wie die Unfallstatistik für das Jahr 2015 der Statistik Austria belegt:

Verunglückte Kinder nach Altersklassen:

0-4 Jahre: 432 verunglückte Kinder
5-9 Jahre: 824 verunglückte Kinder
10-14 Jahre: 1.333 verunglückte Kinder

Die Gründe für den Anstieg sind, dass jüngere Kinder großteils noch von den Eltern begleitet werden, während ältere Kids schon öfter und alleine unterwegs und die Fortbewegungsmittel vielseitiger sind.

Den neuen Schulweg sollten die Kinder gemeinsam mit den Eltern rechtzeitig, also schon in den letzten zwei Ferienwochen, üben. „Es liegt am Engagement der Eltern, wie gut ihre Sprößlinge auf die neue Situation vorbereitet werden. Der Schulweg ist nicht an einem Tag erlernt, sondern es braucht rund sechs bis zehn Wiederholungen, bis alle Gefahrensituationen am Schulweg auch als solche erkannt werden“, so ARBÖ-Verkehrspsychologin Dora Beer.

Damit die jungen Verkehrsteilnehmer fit für den Schulweg werden, ist es wichtig, dass sich die Eltern ausreichend Zeit nehmen, und folgende Punkte beachten:

1. Gemeinsam mit den Kindern den sichersten Weg (mit den wenigsten Straßenüberquerungen) verbindlich festlegen. Der sicherste Weg muss nicht der kürzeste sein!

2. Gefahrenquellen wie zum Beispiel Abbieger bei Ampeln gemeinsam aufspüren. Auch wenn die Ampel „grün“ zeigt, muss sich das Kind vergewissern, dass es die Straße gefahrenlos überqueren kann.

3. Den Kindern vorzeigen und auch im Alltag vorleben, wie man sich richtig auf der Straße, insbesondere beim Überqueren, bei Ampeln, auf dem Zebrastreifen oder bei Ein- und Ausfahrten, verhält. Auch auf einem Zebrastreifen darf sich ein Kind nicht darauf verlassen, dass die herannahenden Autos anhalten. Daher sollten die jungen Verkehrsteilnehmer immer erst dann die Straße überqueren, wenn die Straße frei ist oder die Autolenker aus beiden Richtungen angehalten haben.

4. Eltern müssen auch das richtige Verhalten am Gehsteig vorzeigen. So ist es sicherer, auf der Innenseite des Gehsteigs zu gehen. Musik hören oder am Handy spielen lenken vom Verkehrsgeschehen ab.

5. Auf gute Sichtbarkeit achten. Kinderwarnwesten, reflektierende Schnappbänder oder Anhänger gibt es in den ARBÖ-Prüfzentren.

6. Eltern sollen den Kindern genau erklären, warum gewisse Verkehrssituationen gefährlich sind. Beobachtetes Fehlverhalten anderer Verkehrsteilnehmer thematisieren und die Kinder auf die möglichen Folgen aufmerksam machen.

7. Kinder lernen durch Verstärkung und Lob des richtigen Verhaltens. Drohungen oder schimpfen verunsichert nur.

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