Korun: Ein Jahr Solidaritätswelle und sozialer Zusammenhalt ist Stärke unserer Gesellschaft

Grüne: Geist des Zusammenhalts hochhalten, Spaltung entschieden die Stirn bieten

Wien (OTS) - "Es ist nun ein Jahr her, dass sich tausende Flüchtlinge, getrieben durch andauernde Kriege und Hunger in riesigen Flüchtlingslagern, auf den Weg nach Europa gemacht haben und in großer Zahl auch in Österreich, Deutschland und Schweden angekommen sind. Hunderttausende Österreicherinnen und Österreicher haben darauf hin gezeigt und vorgelebt, was Solidarität mit Notleidenden bedeutet und die ankommenden Flüchtlinge willkommen geheißen und versorgt. Bis heute engagieren sich Zehntausende täglich für die Flüchtlinge - mit Deutschkursen und ehrenamtlicher Unterstützung. Ihnen allen gebührt ein herzliches Dankeschön", betont die Grüne Menschenrechts- und Integrationssprecherin Alev Korun.

Denn sie haben nicht nur Notleidenden ohne Unterscheidung nach Herkunft geholfen, sondern auch der Regierung gezeigt, was für riesige Potenziale des Zusammenhalts unsere Gesellschaft hat und dass die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung in einem solidarischen Land leben will, wo Menschen in Not nicht allein gelassen werden. "Genau diesen Geist brauchen wir im Umgang miteinander, mit den Notleidenden, egal ob sie Arbeitslose, NotstandshilfebezieherInnen, Alleinerziehende oder Flüchtlinge sind. Werfen wir diesen Geist des sozialen Zusammenhalts nicht leichtfertig weg", appelliert die Grüne.

Über 25 Jahre Asylverschärfung hat kein einziges Problem gelöst. "Ständig vom selben, das auch in der Vergangenheit nichts verbessert hat, noch mehr zu beschließen, ist weder vernünftig noch hilfreich. Ganz zu schweigen davon, dass VP-Innenminister Sobotkas jüngste Ankündigung, Kriminellen ihr Asyl abzuerkennen, bereits vor zwei Jahren von ÖVP und SPÖ im Parlament beschlossen wurde", erinnert Korun.

"Also zurück zu Menschlichkeit und Miteinander und alle Kraft voraus für die politische Durchsetzung eines europäischen Asylsystems. Denn wir brauchen in Europa und Österreich nachhaltige Lösungen statt täglicher Schlagzeilen, die 25 Jahre schon nichts geholfen haben."

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