FPÖ-Steger: Österreichs Olympialeistung ist Spiegelbild des gescheiterten Sportsystems!

Österreich in der Negativstatistik auf Platz Eins.

Wien (OTS) - „Michael Phelps erzielte in seiner olympischen Karriere 28 Medaillen. Das ist um eine Medaille mehr als Österreich in seiner gesamten Geschichte der Olympischen Sommerspiele. Österreich fährt somit ein zweites Mal nach London ein miserables Ergebnis ein. Das Abschneiden Österreichs bei den Sommerspielen ist eine Schande, allerdings nicht für die Athleten, sondern für unser Sportsystem und unsere Sportpolitik“, so die freiheitliche Sport- und Jugendsprecherin NAbg. Petra Steger. Vor den Athleten, die trotz dieses katastrophalen Sportsystems in Rio teilnahmen, ziehe sie ihren Hut.

In einem Land, und das könne sie aus eigener Erfahrung sagen, wo Sportler sein als Beruf nicht anerkannt werde, wo man ohne richtigem Gehalt täglich Stunden in schäbigen Sporthallen verbringe, wo man eine Großveranstaltungsteilnahme aus der eigenen Tasche finanzieren müsse, wo kaum professionelle Betreuung beiseite stünde, wo Athleten aus Sportstätten vertrieben werden um Flüchtlinge unterzubringen, wo es als Sportler wichtig sei welcher Partei der Vereinspräsident angehöre um Förderungen zu erhalten, ist es vollkommen selbstverständlich, dass sich kaum ein Sportler dieses Leben aussuche.

Der österreichische Sport stelle ein Berufsbild dar, dass geprägt werde von fehlender Finanzierung, fehlendem Stellenwert und fehlender Zukunft. „Um in diesem System erfolgreich zu sein, braucht es sehr viel Leidenschaft. Doch selbst diese Leidenschaft ist zu wenig. Es kann auch nicht erwartet werden, dass ein vierjähriges Projekt Rio um 20 Millionen Euro zu Medaillen führt. Ohne breite Basis gibt es keine Spitze und die Basis fehlt im österreichischen Sport gänzlich“, kritisiert Steger.

Außerdem müsse Österreich sich zum Sport bekennen, da reichen keine Einzelmaßnahmen. So lange das Geld in einem Übermaß an rot-schwarze Sportorganisationen bei irgendwelchen Funktionären versickere, werde sich an unseren Olympiaplatzierungen bei Sommerspielen nichts ändern. Es brauche daher eine umfassende Strukturreform und Entparteipolitisierung, die nicht ohne vollständige Transparenz der Bundesländer erfolgen könne, denn „Geld ist vorhanden, nur wo es hinfließt weiß man nicht“. Ohne Investitionen in die Infrastruktur werde auch das zu wenig sein. Es werden nicht nur spitzen Wettkampfstätten benötigt, sondern auch entsprechende Trainingsareale. Ein Sportstätten-Masterplan zur Erfassung der derzeitigen Sportstätten müsse unter anderem installiert, sowie eine Generalsanierung der betroffenen Stadien durchgeführt werden.

Steger begrüße den Vorschlag der „Stunde Null“ von ÖOC-Chef Karl Stoss um hier die Bande des Föderalismus zu durchbrechen. „Eine Zusammenlegung der parteipolitischen Dachverbände wäre ein wichtiger Schritt um die Unsummen an Sportförderungen nicht im System versickern zu lassen“, so Steger die betont, dass damit der Sport gestärkt werden würde. Als Vorlage diene hier mitunter das schweizer Modell.

„Trotz allem gratuliere ich unseren beiden Bronzemedaillengewinnern Zajac und Frank recht herzlich zu ihrer Leistung“, so Steger.

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