Wohlmuth: Wirtschaft und Industrie sind bei Wertschöpfungsabgabe zu überzeugen

Finanzierungs-Umstellung beim Familienlastenausgleich entlastet personalintensive Unternehmen

Wien (OTS) - „Befremdet“ zeigte sich der Generalsekretär des Pensionistenverbandes Österreichs (PVÖ), Andreas Wohlmuth über das Befremdet-Sein der Industrie, wenn es um die Entlastung von personalintensiven Unternehmen geht.

Wohlmuth: „Die Wertschöpfungsabgabe ist keine neue Steuer, sondern eine Umverteilung – Betriebe mit vielen Beschäftigten werden entlastet und zahlen weniger. Firmen, die durch Roboter, Automatisierung und Digitalisierung mit wenig Mitarbeitern eine höhere Wertschöpfung erzielen oder durch Finanztransaktionen enorme Gewinne erzielen, müssen stärker zur Finanzierung der sozialen Sicherheit beitragen.“

Der Pensionistenverband sieht die Möglichkeit, "dass Wirtschaft und Industrie zu überzeugen sind, wenn sie sich die Modelle genauer ansehen, für sich durchrechnen und ideologische Scheuklappen ablegen. Die Wertschöpfungsabgabe senkt die Lohnnebenkosten und ist damit gut für die Wirtschaft und vor allem unerlässlich für die Finanzierung des Sozialstaates!“ so Wohlmuth.

Das Argument, dass die Wertschöpfungsabgabe Investitions-feindlich sei, erwiderte Wohlmuth. „Betriebliche Investitionen sollen explizit davon ausgenommen sein!“

FLAF bietet sich für Umstellung an Der Pensionistenverband hat selbst bereits den Vorschlag eingebracht, die Wertschöpfungsabgabe beim Familienlastenausgleichs-Fonds (FLAF) anzuwenden. „Beim FLAF soll erstmals eine Verbreiterung der Finanzierung erfolgen – weg von der Lohnsumme als alleinige Grundlage. „Derzeit zahlen Betriebe 4,5 Prozent der Bruttolohnsummen ihrer Beschäftigen in den FLAF ein. Wohlmuth: „Durch eine Umstellung der Finanzierung auf Wertschöpfungsabgabe-Basis könnten diese Abgaben auf 3 Prozent gesenkt werden. Damit würden jene Firmen unterstützt, die vielen Menschen einen Arbeitsplatz bieten. Unternehmen die ihre Wertschöpfung durch Automatisierung und Kapitaltransaktionen erzielen und immer höhere Profite ausweisen, müssen stärker in die Finanzierung des FLAF miteinbezogen werden", erklärte Wohlmuth.

„Die FLAF-Umstellung ist jetzt auf der Agenda, da lassen wir nicht locker! Das ist kein alter Hut, sondern hochnotwendig!“ Der PVÖ-Generalsekretär kündigte für den Herbst eine „Offensive“ des Pensionistenverbandes dazu an.

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