NEOS: Integrationsbeauftragter nach dem Modell „Konrad“ dringend nötig

Matthias Strolz: "Schicksalsaufgabe Integration scheitert an fehlendem Gesamtkonzept von Bund und Ländern"

Wien (OTS) - Die jüngsten Wortmeldungen rund um das Thema Integration - von Ein-Euro-Jobs über eine reduzierte Mindestsicherung bis hin zu Bekleidungsvorschriften - offenbaren das Fehlen eines Gesamtkonzepts in der SPÖVP-Koalition. Eine ehrliche Diskussion über den Sinn der einzelnen Maßnahmen ist für die Bürgerinnen-Bewegung NEOS erst möglich, wenn es einen nachhaltigen Gesamtrahmen gibt. „Wir sind heute in der Integrationsfrage dort, wo wir vergangenes Jahr bei der Suche nach Quartieren waren. Fast jeden Tag kommen von der Regierungsbank neue und teils widersprüchliche Wortmeldungen, die von Populismus geprägt sind und bestenfalls einen Teil des Themas abdecken. Ein Gesamtkonzept fehlt bis heute, hektische Ankündigungen überdecken fundamentale Planlosigkeit“, beurteilt NEOS-Vorsitzender und Klubobmann Matthias Strolz.

Integrationskoordinator nach dem Modell „Konrad“

Gerade bei der Schicksalsaufgabe Integration ist ein gemeinsames Vorgehen von SPÖ und ÖVP unerlässlich. Dies umfasse für NEOS endlich eine grundlegende Abstimmung zwischen Bund und Ländern für einheitliche Standards etwa bei der Mindestsicherung sowie eine ernsthafte Einbindung der Opposition im Parlament. „Der Flüchtlingsbeauftragte Christian Konrad hat gezeigt, was eine sachliche Koordination in einer schwierigen Situation bewegen kann. Was es jetzt braucht ist ein Regierungskoordinator für Integration, der die ewigen Streitereien beendet und ohne parteipolitische Eitelkeiten für Lösungen und ein gemeinsames Vorgehen in Österreich sorgt."

Bildung als Schlüssel zur Integration weiterhin vernachlässigt

Während sich der aktuelle Schlagabtausch zwischen SPÖ und ÖVP aus Parteitaktik vor allem um den Arbeitsmarkt dreht, vermissen NEOS weiterhin den zentralen Aspekt der Bildung. „Bildung ist der wesentliche Katalysator für eine gelungene Integration. Sie schafft Chancen und ermöglicht etwa über den Spracherwerb die Teilnahme an der Gesellschaft“, so Strolz.

NEOS fordern daher vehement Deutschkurse ab dem ersten Tag in ganz Österreich und entschlossene Schritte im Bildungsbereich generell, wie etwa die Einführung einer Mittleren Reife. „Jede Investition, die wir in der Bildung nicht tätigen, wird morgen am Arbeitsmarkt und in der Integration doppelt so teuer."

Rückfragen & Kontakt:

Parlamentsklub der NEOS
01 40110-9093
presse@neos.eu
http://neos.eu

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEK0001