- 18.08.2016, 11:28:59
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KORREKTUR zu OTS0052 vom 18.8.2016: „Alpbacher Technologiegespräche 2016“: „Neue Aufklärung“
Wien (OTS) - In der OTS0052 vom 18.8.2016 muss es im ersten Satz des
dritten Absatzes richtigerweise heißen: "Danach spricht Gerhard
Eschelbeck ..." (nicht: "... Georg Eschelbeck ...").
Korrigierte Neufassung
Von 25. bis 27. August finden heuer im Rahmen des Europäischen Forums
Alpbach zum 33. Mal die „Alpbacher Technologiegespräche“ statt, die
vom AIT Austrian Institute of Technology und dem ORF (Radio
Österreich 1) organisiert werden. Internationale Experten aus
Wissenschaft, Wirtschaft und Politik diskutieren in
Plenarveranstaltungen und Arbeitskreisen über das Thema „Neue
Aufklärung“ im Kontext von Digitalisierung, Forschung und Innovation.
Am Beginn steht der FTI-Talk, in dem Bildungsministerin Sonja
Hammerschmid, Infrastrukturminister Jörg Leichtfried,
Wirtschaftsstaatssekretär Harald Mahrer,
Industriellenvereinigung-Präsident Georg Kapsch sowie
AIT-Aufsichtsratspräsident und Forschungsrats-Chef Hannes Androsch
ihre Standpunkte zu aktuellen Themen im Bereich Forschung,
Technologie und Innovation erläutern.
Danach spricht Gerhard Eschelbeck, der Vizepräsident für
Sicherheit und Datenschutz bei Google über „Cyber Sicherheit als
Globaler Faktor“. Aktuelle Anwendungen der „Kybernetik in modernen
Energie- und Produktionssystemen“ stellen Matthew Carney vom Center
for Bits and Atoms des MIT, Lucy Y. Pao, Spezialistin für
Kontrollsysteme, Sensorik und Robotikanwendungen an der University of
Colorady und Dawn M. Tibury, Professor of Mechanical Engineering an
der University of Michigan vor. Neben Fragen der Regelung, Sicherheit
und Verlässlichkeit vernetzter Systeme steht auch zur Debatte, wie
die zunehmende Komplexität automatisierter Produktionssysteme
bewältigt werden könnte.
Noch schneller als die Leistung der Supercomputer und die digitale
Vernetzung wächst die Komplexität der Gesellschaft. Globale
Wirtschafts- und Finanzkrisen sind ihre Symptome. Auf der Basis von
Big Data lassen sich aber auch fundiertere Entscheidungen treffen.
Netzwerkforschung kann dazu beitragen, Risiken rechtzeitig zu
erkennen. In einem Plenum über „Komplexität und neue Aufklärung“
diskutieren u.a. der Netzwerkforscher Albert-László Barabási und der
Sozialwissenschafter Dirk Helbing von der ETH Zürich, wie sich die
Eigendynamik komplexer Systeme besser verstehen, nutzen und
kontrollieren lässt.
Die Helmholtz-Gemeinschaft deutscher Forschungszentren ist
wissenschaftlicher Partner der Technologiegespräche und vermittelt
neue Ansätze der „Personalisierten Krebsmedizin“. Zu den Themen
„Personalisierte Onkologie für Kinder mit Krebs“, „Immuntherapie“ und
„Risikodifferenzierte Brustkrebsvorsorge im Zeitalter der Gentechnik“
referieren Angelika Eggert von der Berliner Charité, der Mainzer
Onkologe Christoph Huber und Rita K. Schmutzler, Direktorin des
Zentrums Familiärer Brust- und Eierstockkrebs am Universitätsklinikum
Köln.
Im Plenum „Digitale Medizin“ wird der aktuelle Trend „Telehealth“
diskutiert, die zunehmende Nutzung von Telekommunikation für die
Betreuung von Patienten. Dabei steht das Potenzial mobiler Geräte im
Mittelpunkt eines Vortrages des Neurologen E. Ray Dorsay von der
University of Rochester. Dipak Kalra, Präsident des European
Institute for Health Records spricht über das Konzept des „Digital
Patient“. Die Sammlung personalisierter Daten berührt nicht nur
Fragen des Datenschutzes und der Patienten-Aufklärung, sondern
verspricht auch neue Möglichkeiten, Risiken früher zu erkennen,
Lebensstile zu verändern und Behandlungsmöglichkeiten rechtzeitig zu
optimieren.
Dem Thema „Open Innovation: Neue Aufklärung?“ ist ein Plenum
gewidmet, das Chancen einer offenen Innovationskultur behandelt. Über
Strategien, Modelle und Plattformen für „Open Innovation“ diskutieren
u.a. Robert-Jan Smits aus der Generaldirektion für Forschung und
Innovation der Europäischen Kommission, Sabine Brunswicker vom
Research Center for Open Digital Innovation der Purdue University in
Indiana und die Innovationsforscherin Marion Poetz von der Copenhagen
Business School.
Wege einer neuen Aufklärung werden auch unter dem Motto „Art meets
Science & Technology“ diskutiert. Kunst als Erkenntnisinstrument aber
auch als Katalysator technologischer und gesellschaftlicher
Entwicklungen ist ein Schwerpunkt gemeinsam mit der Ars Electronica.
„Zu Gast bei den Technologiegesprächen“ ist die ETH Zürich. Als
Universität von Weltruf ist es ihr gelungen, institutionelle und
technische Rahmenbedingungen zu schaffen, um ihre
Forschungsergebnisse auch in innovative Produkte umzusetzen, die auf
den Märkten Erfolg haben. Modelle dafür werden u. a. von Detlef
Günter, Vizepräsident für Forschung und Wirtschaftsbeziehungen,
Sabrina Badir, ETH-Pioneer Fellow vom Institut für mechanische
Systeme, und dem Chemiker und Materialforscher Maksym Kovalenko
vorgestellt.
Zusätzlich zu den Plenarveranstaltungen finden 13 Arbeitskreise
statt, die Themen wie „Silicon Austria: Ein Game-Changer für den
österreichischen Hochtechnologiestandort?“, „Innovation By Making:
Paradigmenwechsel und neue Innovationskulturen“ und „Der Zyklus der
Innovation und seine Ökologie“ behandeln. „Zukunftstechnologie
Leichtbau“ und „Cyber Security - ein Grundrecht“ werden ebenso
thematisiert wie „Robotik Realitäten und Zukunftsperspektiven“. Zum
Generalthema „Neue Aufklärung“ wird über „transkulturelle Kompetenz“
und die Vermittlung von Technologie und „Digital Skills“ an
Jugendliche aus Migrantenmilieus ebenso diskutiert wie über
„Energiewende - die Macht der Konsumenten“ und Open Access & Open
Innovation als Instrumente zur Demokratisierung im digitalen Raum.
In einem „Innovationsmarathon“ findet „24 Stunden
Produktentwicklung“ nonstop statt: neun Aufgaben, neun
Studierenden-Teams und 24 Stunden Zeit. In diesem spielerischen
Rahmen sollen Lösungskonzepte für reale Aufgabenstellungen aus
Unternehmen entwickelt werden. Auch das Konzept für diese gezielte
Nutzung von Wissen, Kreativität und Enthusiasmus steht dabei zur
Diskussion.
„Tickets nach Berlin“ werden an die beiden Sieger des „Falling
Walls Lab Austria“-Präsentationswettbewerbes vergeben, bei dem
Jungwissenschafter/innen und Unternehmer/innen ihre innovativen
Ideen, Forschungsvorhaben und Businessprojekte vorstellen. Das
Publikum wird entscheiden, wer zu der Falling Walls Konferenz im
November in Berlin reisen wird.
Die „Ö1 Kinderuni Alpbach“, in Kooperation mit der „Jungen Uni“
Innsbruck, hat den Titel „Hören, Sehen, Mitteilen - Eine mediale
Auseinandersetzung“. Dabei wird den Fragen nachgegangen: Was sind
eigentlich Medien? Womit kommunizierten Menschen früher und wie sieht
es heute aus? Eine Kindervorlesung und Workshops vermitteln eine
praxisnahe Auseinandersetzung mit der Gestaltung und Wirkungsweise
von Nachrichten und Kommunikation im Zeitalter der Social Media.
„Junior Alpbach“ ist ebenfalls wieder ein Fixpunkt der
„Technologiegespräche“. Jugendliche im Alter zwischen zwölf und 17
Jahren werden sich in einem Workshop mit dem Innenleben
elektronischer Spielzeuge und „Gadgets“ befassen und durch das
Zerlegen in Einzelteile ihre mechanischen und technologischen
Grundlagen erforschen.
Die „Alpbacher Technologiegespräche“ finden in Kooperation mit den
Bundesministerien für Verkehr, Innovation und Technologie;
Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft; Bildung und mit der
Tageszeitung „Die Presse“ statt. Wissenschaftlicher Themenpartner ist
die Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren,
Industriepartner die Industriellenvereinigung. Das detaillierte
Programm der Technologiegespräche ist abrufbar unter
http://www.alpbach.org.
„Alpbacher Technologiegespräche“ im ORF
Ö1 berichtet aktuell über die Veranstaltungen des Europäischen
Forums Alpbach im Rahmen der „Journale“ und in „Wissen aktuell“. Die
„Dimensionen“ stehen am Freitag, den 26. und am Montag, den 29.
August (jeweils ab 19.05 Uhr) ganz im Zeichen der
„Technologiegespräche“. Die „Ö1 Kinderuni Alpbach“ findet ihren
Niederschlag in der Sendereihe „Ö1 Kinderuni“ am 20. November (17.10
Uhr) und zum Nachhören auf http://oe1.orf.at. Dort ist auch das
Ö1-Programm im Detail abrufbar.
In Kooperation mit dem Europäischen Forum Alpbach wurde in
http://science.orf.at bereits Anfang August eine Serie mit
Gastbeiträgen gestartet, bei der spannende Themen der Seminare und
Gespräche durch Referenten des Forums präsentiert werden. Darüber
hinaus werden im ORF-Wissenschaftskanal science.ORF.at aktuelle
Interviews und Berichte über die „Technologiegespräche“ publiziert.
Im ORF-Fernsehen gibt es Berichte in den „Zeit im Bild“-Ausgaben,
auch der ORF Teletext berichtet aktuell über die „Alpbacher
Technologiegespräche“.
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