Schwentner: PensionistInnen nicht für Pflegekosten schröpfen

Grünen für bundesweit einheitliche Regelungen

Wien (OTS) - „Die Verhandlungen über die Fortführung des Pflegefonds laufen immer noch extrem intransparent. Unter anderem ist völlig unklar, wer hinter der Forderung steht, künftig auf die 13. und 14. Pension von pflegebedürftigen HeimbewohnerInnen zugreifen zu wollen“, sagt die Sozialsprecherin der Grünen, Judith Schwentner. „Ich lehne diese Idee vehement ab. Sie trägt vor allem nicht zu einer langfristigen Absicherung der Pflegefinanzierung bei.“

„Derzeit gibt es neun verschiedene Regelungen inwieweit auf das Vermögen der zu Pflegenden zurückgegriffen wird. Hier müssen wir endlich eine bundesweit einheitliche Regelung finden“, betont Schwentner. Im Moment ist es gelebte Praxis, Vermögen und Immobilien rechtzeitig zu verschenken, damit die öffentliche Hand bei der Abdeckung der Heimkosten einspringt. „Glücklich können sich hier nur all jene schätzen, die gut informiert sind und denen vor allem die Abwicklung rechtzeitig gelingt“, sagt Schwentner. „Das ist unfair. Hier müssen wir endlich Maßnahmen ergreifen. Ich bin etwa überzeugt, dass wir angesichts der steigenden Zahlen an pflegebedürftigen Menschen nicht länger auf Erbschafts-und Schenkungssteuern verzichten können.“

„Wir müssen sicherstellen, dass alle Menschen, unabhängig von ihrer finanziellen Situation und ihrem Wohnort, einen Zugang zu qualitätsvoller Pflege und Betreuung haben. Dafür brauchen wir eine deutliche Aufwertung des Pflegefonds sowie eine Vereinheitlichung des Pflege- und Betreuungsangebots mit Mindeststandards für die Qualität“, ist Schwentner überzeugt.

Rückfragen & Kontakt:

Grüner Klub im Parlament
+43-1 40110-6697
presse@gruene.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FMB0004